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Viktoria Rebensburg fuhr im Riesenslalom von Cortina auf Platz zwei © getty

Der Nebel verdammt die Riesenslalom-Fahrerinenn zum Warten. Berthold sieht Nachteile für Riesch. Vonn verletzt sich beim Sturz.

Whistler - Die Medaillenjagd der deutschen Ski-Rennläuferinnen um Kombi-Olympiasiegerin Maria Riesch im olympischen Riesenslalom wird zur Geduldsprobe.

Wegen Nebels und dadurch bedingter schlechter Sicht auf der Strecke "Franz's Run" musste das Rennen am Mittwoch nach dem ersten Durchgang abgebrochen werden, der zweite Lauf soll am Donnerstag um 9.30 Uhr Ortszeit (18.30 Uhr LIVE) gestartet werden.

Die drei deutschen Damen liegen nach dem ersten Durchgang allesamt hinter den Podiumsplätzen, das Trio hat aber weiterhin Medaillenchancen.

Viktoria Rebensburg ist mit 0,35 Sekunden Rückstand auf die führende Elisabeth Görgl (Österreich) Sechste, Maria Riesch 0,48) Siebte und Weltmeisterin Kathrin Hölzl (/0,69) Zehnte.

Vonn bricht sich den Finger

Nicht mehr an den Start gehen wird am Donnerstag Abfahrts-Olympiasiegerin Lindsey Vonn. Die Amerikanerin stürzte im ersten Durchgang und brach sich den kleinen Finger der rechten Hand.

Nach Angaben von US-Mannschaftsarzt Jim Moeller wird sie beim Slalom am Freitag aber trotzdem antreten. Voraussichtlich wird der Finger geschient.

Maier zeigt Verständnis

"Das bringt überhaupt nichts, hier zu fahren, man hat keine zwei Meter weit gesehen", sagte der deutsche Alpin-Direktor Wolfgang Maier nach der Entscheidung zur Verlegung des zweiten Laufs auf den Donnerstag.

"Wir hatten keine Chance", ergänzte Atle Skaardal, Renndirektor des Ski-Weltverbandes FIS nach mehrmaliger Verschiebung der Startzeit am Nachmittag.

Berthold sieht Nachteil für Riesch

Der deutsche Damen-Cheftrainer Mathias Berthold war von der Verschiebung des zweiten Durchgangs nicht unbedingt begeistert. "Das ist vor allem für Maria mit Blick auf den Slalom nicht so angenehm. Sie wollte am Donnerstag eigentlich trainieren", sagte er. (Zeitplan: Die Olympischen Spiele).

Für den zweiten Lauf am Donnerstag wird Berthold seinen Läuferinnen nur eine Anweisung mitgeben:

"Die Ausgangslage ist nicht so schlecht, aber es hätte besser sein können. Die Zeitunterschiede sind gering, dass wird ein geiler zweiter Lauf, da gibt es nur noch Attacke. Wir müssen schauen, dass eine vorne durchkommt, denn der Slalom-Samstag wird ein Scheißtag, da soll es regnen ohne Ende."

Wertung noch nicht möglich

Eine Wertung nach nur einem Lauf ist laut den Statuten des Ski-Weltverbandes FIS nicht zulässig: "Ein Riesenslalom muss immer in zwei Durchgängen entschieden werden", heißt es in Regel 906.1.

Dort wird auch die Austragung der beiden Läufe an zwei Tagen nicht ausgeschlossen: "Die beiden Durchgänge sollten, wenn möglich, an einem Tag gefahren werden."

Einstimmige Entscheidung

"Es war eine einstimmige Entscheidung der Jury, den zweiten Lauf am Donnerstag zu fahren. Den ersten Lauf gar nicht zu werten, wäre nicht in Ordnung gewesen. Wir hatten einen fairen ersten Lauf, das Ergebnis steht. Jetzt wollen wir hoffen, dass wir am Donnerstag einen fairen zweiten fahren können", sagte Skaardal.

Allerdings hat der Ex-Rennläufer Bedenken. "Es sieht mit dem Wetter nicht allzu gut aus. Aber sie versprechen uns zwei Fenster. Und die wollen wir nutzen. Wir hoffen, dass wir rechtzeitig um 9.30 Uhr starten können", sagte er.

"Wenn wir den zweiten Lauf überhaupt nicht fahren können, haben wir auch keine Wertung", stellte der Norweger noch einmal klar.

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