Die Ski-Nation Österreich hat bei den Spielen von Vancouver das schlimmste Debakel der Nachkriegsgeschichte erlebt.

Die Alpin-Männer verließen Olympia zum ersten Mal ohne eine Medaille und waren damit noch schlechter als bei den Winterspielen 1984 und 1972. In Sarajevo und Sapporo hatten österreichische Ski-Rennläufer immerhin je einmal Bronze gewonnen.

Die Frauen haben mit Super-G-Gold durch Andrea Fischbacher, den Bronzemedaillen von Elisabeth Görgl (Abfahrt und Riesenslalom) und Marlies Schilds Slalom-Silber immerhin viermal Edelmetall gewonnen.

Für Österreichs Skiverband (ÖSV) war es trotzdem die schlechteste Olympia-Bilanz seit 1994. In Lillehammer gewannen die Wintersportler aus dem Land der Berge jeweils einmal Gold, Silber und Bronze. Die letzte Medaillenchance der Männer vergaben die Slalomläufer am Samstag.

Weltmeister Manfred Pranger schied schon im ersten Lauf aus. Topfavorit Reinfried Herbst wurde nur Zehnter, Marcel Hirscher belegte Rang fünf, und für Olympiasieger Benjamin Raich blieb auf dem vierten Platz nur Blech.

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