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Amelie Kober hatte 2006 in Turin überraschend Silber gewonnen © getty

Amelie Kober scheidet schon im Viertelfinale aus, freut sich aber aus anderem Grund. Selina Jörg stürzt im Kampf um Bronze.

Vancouver - Nur Blech statt Bronze: Die deutschen Snowboarderinnen um Mitfavoritin Amelie Kober haben bei Olympia die erhoffte Medaille verpasst.

Junioren-Weltmeisterin Selina Jörg aus Sonthofen unterlag im Parallel-Riesenslalom im kleinen Finale um Rang drei der österreichischen Weltmeisterin Marion Kreiner.

Kober war im Viertelfinale ausgeschieden, teilte aber erfreut mit: "Ich werde Mama." Olympiasiegerin wurde Nicolien Sauerbreij aus den Niederlanden (DATENCENTER: Parallel-Riesenslalom).

Silber gewann Jekaterina Iljuchina aus Russland. Selina Jörg, Anke Kartens (Bischofswiesen), Amelie Kober (Miesbach) und Isabella Laböck (Klingenthal) belegten die Ränge vier, fünf, acht und 15.

Sturz im Kampf um Bronze

Selina Jörg hatte überraschend als einzige der vier deutschen Starterinnen das Halbfinale erreicht. Dabei hatte sie sich im Achtelfinale gegen Vizeweltmeisterin Doris Günther aus Österreich durchgesetzt.

Im Kampf um Bronze stürzte die 22-Jährige im ersten Durchgang und hatte mit der Strafzeit von 1,5 Sekunden belastet im zweiten keine Chance mehr.

Medaillenhoffnung Kober schied im Viertelfinale aus. Die Olympiazweite von Turin stürzte in ihrem zweiten Durchgang gegen die spätere Silbermedaillen-Gewinnerin Iljuchina 207638(DIASHOW: Tag 14 in Vancouver).

Ins Viertelfinale gezittert

Kober hatte sich zunächst wie 2006 in Turin ins Viertelfinale gezittert.

Zum Auftakt der K.o.-Runde hatte die Weltcup-Führende nach einem Patzer im ersten Durchgang 1,5 Sekunden Rückstand auf Jekaterina Tugeschedewa aus Russland, profitierte im zweiten Lauf dann aber von einem Sturz ihrer Konkurrentin.

Im Viertelfinale lag Kober nach dem ersten Lauf gegen Iljuchina in Führung, stürzte aber im zweiten. Frustriert saß die 22-Jährige im nassen Schnee, ehe sie ins Ziel rutschte.

Verzicht dank Mutterfreuden

In der Platzierungsrunde traf Kober auf Teamkollegin Karstens.

Nach einem Sturz im ersten Lauf trat sie anschließend nicht mehr an und reihte sich am Ende auf Rang acht ein.

Grund für ihren Verzicht: Sie sehe Mutterfreuden entgegen, sagte die 22-Jährige, "aber in welchem Monat, das verrate ich nicht" (Amelie Kober im Sport1.de-Interview) .

Anke Kartens war im Viertelfinale an Weltmeisterin Marion Kreiner gescheitert. Isabella Laböck erreichte nach ihrem Achtelfinal-Aus gegen die neue Olympiasiegerin Nicolien Sauerbreij am Ende Rang 15.

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