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Amelie Kober feierte seit 2006 neun Weltcup-Siege, fünf davon im Parallel-Riesenslalom © imago

Nach dem Aus im Parallel-Riesenslalom lüftet Amelie Kober ihr Babygeheimnis. Wer der Vater ist, "geht keinen etwas an".

Vancouver - Das süße "Baby-Geständnis" von Amelie Kober (Das Video) überraschte fast jeden. "Ich werde Mama, deshalb bin ich nach dem Sturz in der Platzierungsrunde nicht mehr angetreten", sagte Deutschlands beste Snowboarderin, nachdem sie im olympischen Parallel-Riesenslalom ohne Medaille geblieben war.

Ein goldiges Geheimnis ist gelüftet - aber noch nicht ganz: "Das ist mein erstes Kind, und ich weiß noch nicht, was es wird." (DATENCENTER: Parallel-Riesenslalom).

Timm Stade, der Sportdirektor des Snowboard Verbandes Deutschland (SVD), wusste von nichts. Selina Jörg, die als beste Deutsche im Riesenslalom Vierte wurde, rief nur erstaunt: "Was? Die Amelie? Echt? Nein!"

Nur noch zwei Unklarheiten

Nur die künftigen Großeltern wussten natürlich schon Bescheid. "Ich freue mich riesig, Opa zu werden", sagte Kobers Vater Hans: "Jetzt ist es raus. Wir wurden von Amelie strikt zum Stillschweigen verpflichtet. Jetzt können wir uns endlich offen freuen."

Die Mauer des Schweigens hielt nur noch in zwei Punkten. "Niemanden geht etwas an, wer der Vater ist. Das wird sich schon noch früh genug klären", sagte Amelie Kober, die ihre Saison nun beenden wird.

Ihr Vater verriet zumindest, dass ein Sportler, aber niemand aus dem deutschen Olympia-Team Papa wird: "Mehr darf ich nicht sagen, sonst bekomme ich ziemlichen Ärger." In welchem Monat Amelie Kober ist, blieb ebenfalls unter Verschluss.

"Eher etwas Körperliches"

Wenige Minuten zuvor hatte Kober, die 2006 in Turin sensationell Olympiasilber gewonnen hatte, noch fluchend und pitschnass im Schnee gesessen.

Nach einem Sturz im ersten Lauf der Platzierungsrunde trat sie überraschend nicht mehr an und druckste herum. Der Grund sei keine akute Unlust gewesen, sondern "eher etwas Körperliches", aber auch keine Verletzung. 207638(DIASHOW: Tag 14 in Vancouver)

Dann entschied sich Kober zur Flucht nach vorn.

Ein Eishockey-Spieler?

Die 22-Jährige plant, ihre Karriere nach einem Mutterschaftsurlaub fortzusetzen. "Ich kann mir schon gut vorstellen, dass ich das Mutterdasein mit der Karriere vereinbaren kann", sagte sie am Abend im Deutschen Haus.

"Ich habe noch nicht mit dem Snowboarden abgeschlossen. Aber ich weiß nicht, ob ich den Zeitaufwand als Mutter vielleicht unterschätze."

Vielleicht kann ja der Vater, der der laut Kobers Teamkollegin Anke Karstens "irgendwas mit Eishockey zu tun hat", ab und an auf das Kleine aufpassen.

Nach Absprache mit den Ärzten

Ein Risiko, behauptet Kober, sei sie mit dem Start am Cypress Mountain nicht eingegangen. "Ich wollte das unbedingt. Grundsätzlich war alles mit unseren Teamärzten abgesprochen. Auch unser Trainer hat das unterstützt", sagte sie.

Das sportliche Geschehen rückte angesichts der erfreulichen Kunde in den Hintergrund. (Amelie Kober im Sport1.de-Interview) .

Junioren-Weltmeisterin Selina Jörg aus Sonthofen kämpfte sich überraschend bis ins Halbfinale vor, fuhr aber an den Medaillenrängen vorbei. Olympiasiegerin wurde Nicolien Sauerbreij aus den Niederlanden vor der Russin Jekaterina Iljuchina und der Österreicherin Marion Kreiner.

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