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Die Australierin Jessica Gallagher hat noch zu viel Sehkraft © getty

Die australische Leichtathletin Jessica Gallagher ist wegen zu großer Sehfähigkeit von den Paralympics ausgeschlossen worden.

Peking - Weil sie nicht blind genug ist, wurde eine australische Leichtathletin kurz vor dem Start der XIII. Paralympics in Peking ausgeschlossen.

Eigentlich wollte die 22-jährige Jessica Gallagher gleich in fünf Disziplinen starten (Diskus, Kugel, Weitsprung, 100 m und 200 m), doch bei einer abschließenden Untersuchung wurde festgestellt, dass das linke Auge zu viel Sehkraft hat.

Nach Angaben eines australischen Teamsprechers sei die Athletin aber nicht niedergeschlagen.

Sie hätte gewusst, dass sie ein Grenzfall sei.

Gallagher will für Winterspiele trainieren

Gallagher will nun für die Winterspiele 2010 trainieren.

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) erlaubte ihr, während der Spiele in Peking im Athletendorf wohnen zu bleiben, um ihr Team zu unterstützen.

Spiele offiziell eröffnet

13 Tage nach dem Ende von Olympia eröffnete Chinas Staatspräsident Hu Jintao um 22.36 Uhr Ortszeit (16.36 Uhr MESZ) derweil die Spiele der Behinderten.

Bis zum 17. September werden 4032 Athleten aus 148 Ländern um Medaillen in 472 Disziplinen kämpfen. Deutschland tritt mit 170 Athleten in Peking an und ist in allen Sportarten außer Boccia, Fußball und Volleyball vertreten.

Bei der Eröffnungsfeier, die unter dem Motto "Erde, Himmel und Menschen" stand, marschierte Deutschland als sechstletzte Nation ein.

Dietz trägt die Fahne

Fahnenträgerin war die 45 Jahre alte Goalballerin Conny Dietz aus Stuttgart. Die Gold-Medaillengewinnerin der Spiele von Atlanta 1996 nimmt zum sechsten Mal an Paralympics teil.

Goalball ist eine Mannschaftssportart für Blinde und Sehbehinderte, in der mit einem Klingelball auf zwei Tore gespielt wird.

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