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Britta Näpel (M.) freut sich über ihr Dressur-Gold in Peking © imago

Dressur-Reiterin Britta Näpel holt für das deutsche Team bei den Paralympics das erste Gold. Außerdem gibt's noch fünf weitere Medaillen.

Peking - Die spastisch gelähmte Reiterin Britta Näpel hat dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) die erste Goldmedaille bei den XIII. Paralympics beschert.

Die 42-Jährige aus Wonsheim, 2007 Weltmeisterin in der Kür, gewann in Hongkong die Individualprüfung der Startklasse Grade II.

Insgesamt holten die deutschen Athleten am zweiten Wettkampfmorgen sechs Medaillen, neben der goldenen für Näpel noch viermal Silber und einmal Bronze.

Zwei Weltrekorde reichten den deutschen Athleten nur zu Silber. Andrea Hegen (Leverkusen), der von Geburt an der linke Unterarm fehlt, legte im Speerwurf die Bestmarke von 39,23 m vor, wurde danach aber von der Chinesin Juan Yo (40,51 m) übertroffen.

Weltrekord reicht nicht zum Gold

Mit der Kugel reichte der Weltrekord von Martina Willing (Brandenburg/8,61 m) nicht für Gold, da die stärker behinderte Eva Kacanu aus Tschechien trotz 6,73 m durch einen entsprechenden Faktor mehr Punkte vorweisen konnte.

Die 55 Jahre alte Marianne Buggenhagen (Berlin) holte bei ihren fünften Paralympics mit 8,54 m Bronze.

Silber nach Messer-Attentat

Silber gewann im 500-m-Zeitfahren die nach einem Messer-Attentat gelähmte Bahnradfahrerin Natalie Simanowski (Augsburg), aktuelle Behindertensportlerin des Jahres.

Der querschnittsgelähmte Sportschütze Norbert Gau (München) holte mit dem überraschenden Luftgewehr-Silber als erster deutscher Mann eine Medaille.

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