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Glenn Ikonen gewann mit seinem Curling- Team 2006 Bronze bei den Paralympics © getty

Am drittletzten Wettkampftag weisen die Dopingjäger bei einem Schweden einen Blutdruckhemmer nach. Der schiebt die Schuld weiter.

Vancouver - Die zehnten Winter-Paralympics in Vancouver haben ihren ersten Dopingfall. In einer Urinprobe des schwedischen Curlers Glenn Ikonen wurde ein auf der Dopingliste stehendes Mittel nachgewiesen.

Dies bestätigte eine Sprecherin des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC). Offenbar handelte es sich um ein blutdruckhemmendes Mittel.

Derzeit wird über ein Strafmaß gegen den 54 Jahre alten Curler entschieden, zunächst tritt aber automatisch eine Zweijahres-Sperre in Kraft.

Keine Auswirkungen auf das Team

Ikonens Mannschaft hat aber keine Konsequenzen zu befürchten, da laut IPC-Regelung erst bei zwei positiv getesteten Spielern eine Bestrafung des Teams erfolgen kann.

Im Entscheidungsspiel gegen Italien, in dem die Schweden durch ein 6:5 das Halbfinale erreichten, wurde Ikonen aber schon nicht eingesetzt.

"Ich bin unglaublich traurig und schockiert", sagte Ikonen: "Ich habe nicht versucht, irgendwen zu betrügen.

Angeblich keinerlei Vorteile

Angeblich benutze er das Mittel seit Jahren, sein Arzt in Schweden habe es ihm verschrieben. "Ich habe meinem Arzt vertraut. Ich hätte nie etwas getan, was illegal ist", so Ikonen.

Der schwedische Chef de Mission Hans Safström erklärte, er glaube dem Athleten.

Teamarzt Magnus Sunblad wies darauf hin, dass das Mittel im Gegensatz zu Sportarten wie Biathlon im Curling keinerlei Vorteile bringe.

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