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Kirsten Bruhn gewann Gold bei der EM in Eindhoven
Kirsten Bruhn stellte in ihrer Karriere bereits 54 Weltrekorde auf © getty

Die Schwimmerin aus Neumünster triumphiert souverän über die 100 Meter Brust. Grunenberg und Briese-Baetke holen Silber.

London - Kirsten Bruhn ist bei den Paralympics in London furios zur Goldmedaille geschwommen.

Unter ohrenbetäubendem Lärm im Aquatics Centre schnappte sich die Neumünsterin, die seit einem Motorradunfall 1991 auf der griechischen Insel Kos inkomplett querschnittsgelähmt ist, souverän den Titel über die 100 Meter Brust und sorgte so für Deutschlands insgesamt 13. Medaille bei den Spielen in der englischen Metropole.

Die zweitplatzierte Song Ling Ling (China) schlug über 11 Sekunden nach Bruhn, die zuvor bereits Silber über 100 m Freistil gewonnen hatte, an.

Auch der querschnittsgelähmte Nils Grunenberg (Berlin) sicherte sich mit Platz zwei hinter dem Südkoreaner Lee Woo Geun über 100 Meter Brust die anvisierte Medaille.

Medaillen für Schmidt, Seifert und Willing

Jana Schmidt (Rostock) sprintete über die 100 Meter vor Vanessa Low (Leverkusen) zu Bronze.

"Ich wollte eine Medaille. Die Farbe war mir egal", sagte Schmidt.

Über die doppelte Distanz rannte Maria Seifert (Erfurt) als Dritte ins Ziel, nachdem sie am Sonntag das Podest nur um eine Hundertstel verpasst hatte.

Im Speerwerfen belegte Martina Willing (Brandenburg) den dritten Platz.

Ellerbrock kämpft um Bronze

Rollstuhlfechterin Simone Briese-Baetke gewann nach einer 8:15-Niederlage im Degen-Finale gegen die Thailänderin Jana Saysunee (Thailand) Silber.

Rollstuhltennisspielerin Sabine Ellerbrock (Nr. 4) kämpft nach einer 5:7, 2:6-Halbfinal-Niederlage gegen die zwei Positionen höher eingestufte Aniek van Koot aus den Niederlanden gegen deren Mannschaftskollegin Jiske Griffioen um Bronze.

Van Koots Finalgegnerin ist die seit 2003 in nunmehr 469 Matches ungeschlagene Esther Vergeer (Niederlande).

Rollstuhl-Basketballer scheitern

Mit einer Energieleistung kämpften sich die deutschen Sitzvolleyballer ins Halbfinale.

Die Mannschaft von Rudolf Sonnenbichler setzte sich gegen China nach 0:2-Rückstand und 1:56 Stunden noch 3:2 (19:25, 21:25, 25:21, 25:19, 15:10) durch und trefft in der Runde der letzten Vier nun Bosnien-Herzegowina.

Dagegen sind die Medaillenträume der deutschen Rollstuhlbasketballer nach einem 46:57 (28:25) gegen die USA geplatzt.

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