Gastgeber Kanada hat im für ihn wichtigsten Wettbewerb der Paralympics in Vancouver die Medaillenränge verpasst.

Das Sledgehockey-Team verlor das Spiel um Platz drei gegen Norwegen überraschend 1:2 und ging somit leer aus. Die Goldmedaille holte schließlich auch noch Kanadas Erzrivale USA durch ein 2:0 im Endspiel gegen Japan.

Die 1:3-Halbfinal-Niederlage gegen Japan hatte in Kanada bereits Bestürzung ausgelöst. Nach dem Sieg der Männer und Frauen bei Olympia hatte das ganze Land vom Triple-Gold in allen Eishockey-Disziplinen geträumt.

Das Sledgehockey-Team ging im kleinen Finale vor 5462 Zuschauern in der Thunderbird Arena im Schlussdrittel sogar in Führung, gab das Spiel aber noch aus der Hand.

Der kanadische Premierminister Stephen Harper besuchte das Team nach dem Spiel in der Kabine und sprach ihm Mut zu. "Er hat gesagt, dass er große Freude beim Zusehen hatte und wir stolz auf uns sein sollen", berichtete Torjäger Greg Westlake.

Ein Trost war dies jedoch nicht. "Wir wollten eigentlich stolz nach Hause kommen, aber das war einfach fürchterlich", sagte Verteidiger Adam Dixon: "Dabei waren wir uns sicher, die beste Mannschaft im Turnier zu sein."

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