Der britische Bahnradfahrer Jody Cundy hat nun doch noch seine Medaille bei den Paralympics in London gewonnen.

Einen Tag nach seiner denkwürdigen Disqualifikation im Zeitfahren über 1000 m holte er im kleinen Finale der Einer-Verfolgung über 4000 m seinen Kontrahenten Diego Duenas Gomez (Kolumbien) ein und sicherte sich dadurch immerhin den dritten Platz.

Das Rennen um Gold entschied der Rumäne Carol-Eduard Novak gegen Jiri Jezek (Tschechien) für sich.

Für den rechtsseitig unterschenkelamputierten Cundy dürfte die Bronzefahrt allerdings nur ein schwacher Trost gewesen sein, nachdem er am Freitag als Goldfavorit gescheitert war.

Nachdem Cundy aus dem Startblock geschlingert war und den Kampf gegen die Uhr abgebrochen hatte, verweigerte die Jury dem Weltrekordler in seiner Klasse einen Neustart, da kein technischer Fehler vorgelegen habe.

Daraufhin rastete der zweimalige Paralympics-Champion auf der Bahn - hinzu kommen noch drei Triumphe im Schwimmbecken - völlig aus und beschimpfte die Offiziellen.

Allerdings entschuldigte sich Cundy wenig später auf einer wegen des Vorfalls anberaumten Pressekonferenz für seine unflätigen Bemerkungen.

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