Tischtennis-Ass Jochen Wollmert hat bei den Paralympics in London seine insgesamt dritte Goldmedaille bei Sommerspielen für Behindertensportler gewonnen.

Der 47-jährige Solinger, der bereits in Sydney 2000 und Peking 2008 triumphiert hatte, setzte sich im Finale gegen William Bayley aus Großbritannien nach 23 Minuten mit 3:1 (11:8, 4:11, 11:5, 11:4) durch.

Nach seinem Erfolg nahm er den Briten in den Arm und spendetet ihm unter dem anerkennenden Jubel der Zuschauer Trost.

"Das war eine tolle Geste. Eine, die man für den Fair-Play-Preis vorschlagen sollte", sagte Karl Quade, der deutsche Chef de Mission und lobte zugleich die Leistung Wollmerts: "Es ist faszinierend, wie er es immer wieder schafft, sich zu den Paralympics in Topform zu bringen."

Bereits vor Jahren hatte Wollmert im Finale mit seinem Sieg über Ye Chaoqun einem Lokalmatador den Heim-Erfolg verdorben.

Zuvor hatte Thomas Schmidberger die Bronzemedaille seiner Klasse gewonnen.

Der querschnittsgelähmte Plattlinger, der seit seinem vierten Lebensjahr nach einem Autounfall im Rollstuhl sitzt, setzte sich im kleinen Finale nach 32 Minuten gegen den Franzosen Florian Merrien mit 3:1 (7:11, 11:7, 12:10, 15:13) durch.

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