Diskuswerfer Sebastian Dietz hat drei Tage nach Markus Rehm als ein weiterer Schützling von Steffi Nerius Gold bei den Paralympics in London gewonnen.

Der 27 Jahre alte Athlet aus Ahle gewann mit 38,54 m und holte damit das insgesamt sechste Gold für Deutschland in der britischen Metropole. Wie Rehm, der am Freitag im Weitsprung triumphiert hatte, wird auch Dietz von der früheren Speerwurf-Weltmeisterin Nerius trainiert.

"Steffi Nerius hat mir sehr geholfen", sagte Dietz und erklärte den Tränen nahe: "Das ist das Größte, einfach wunderschön. Es ist einfach geil, in diesem Stadion werfen zu dürfen. Ich habe nicht die bestmögliche Leistung gebracht, aber egal, ich habe Gold."

Während des Wettkampfes hatte der Westfale, der auf dem Weg zum Profi-Torwart im Fußball war, bis er im Alter von 19 Jahren bei einem Autounfall schwer verletzt wurde, immer wieder die Kapuze über den Kopf gezogen: "Ich wollte möglichst wenig von dem Drumherum mitkriegen und habe es geschafft, mich abzukapseln."

Seine Leichtathletik-Karriere hatte Dietz, der auch eine Damen-Fußballmannschaft trainiert, vor einigen Jahren sogar schon mal beendet. "Ich hatte schon einmal aufgehört, weil es nicht leicht war", sagte er: "Aber ich habe dann wieder angefangen, weil ich es allen beweisen wollte." Dies ist ihm spätestens am Montag gelungen.

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