Doppelsieg für die deutschen Handbikerinnen bei den Paralympics in London: Andrea Eskau aus Magdeburg siegte im Zeitfahren auf der Motorsportstrecke in Brands Hatch vor ihrer deutschen Kollegin Dorothee Vieth.

Die 40 Jahre alte Eskau hatte 2008 in Peking bereits im Gold im Straßenrennen gewonnen, bei den Winterspielen in Vancouver 2010 holte die Diplom-Psychologin Silber im Langlauf und Bronze im Biathlon. Für Vieth war es das beste Ergebnis ihrer Karriere nach zwei Mal Bronze vor vier Jahren in China.

Eskau, die als vorletzte Starterin alle Konkurrentinnen überholte und damit in Grund und Boden fuhr, war überglücklich.

"Jetzt habe ich endlich meinen Frieden mit dem Zeitfahren gefunden", sagte sie. 2008 in Peking war sie als Gold-Favoritin ins Rennen gegangen, hatte aber durch Spezialkleber auf dem Teppich im Start-Bereich einen Asthma-Anfall erlitten: "Und das Biathlon hat mir sehr geholfen, ruhiger zu werden."

Auch Vieth strahlte über das ganze Gesicht. "Als Andrea mich überholt hat, war mir klar, dass gegen sie nichts zu machen ist", sagte die 51-Jährige: "Aber ich bin mit Silber sehr, sehr glücklich."

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