"Blade Runner" Oscar Pistorius droht nach seiner ersten Paralympics-Niederlage überhaupt über 200 m auch im Finale über 100 m starke Konkurrenz.

Der Olympia-Teilnehmer gewann in 11,18 Sekunden zwar seinen Vorlauf, der 19 Jahre alte Brite Jamie Peacock, der Anfang Juli schon Pistorius' Weltrekord verbessert hatte, war im anderen Lauf in 11,08 Sekunden aber schneller.

Pistorius wollte sich nach dem Halbfinale nicht äußern, weil er am späten Abend noch in der Staffel an den Start ging, wo er seine erste Goldmedaille gewann.

Der Brasilianer Alan Oliveira, der Pistorius über 200 m bezwungen hatte, wurde nur Vierter seines Vorlauf und rutschte erst über die Zeitentabelle in den Endlauf am Donnerstagabend (22.24 MESZ).

Dieser wird allerdings ohne deutsche Beteiligung stattfinden. Weitsprung-Sieger Markus Rehm (11,92) und David Behre (beide Leverkusen/12,17) verpassten als Vierter beziehungsweise Fünfter ihrer Vorläufe die Qualifikation.

"Ich hatte eine schwere Zeit im Winter und wurde vier Mal operiert, deshalb ist es ein Wunder, dass ich überhaupt dabei war. Über 400 m hoffe ich aber auf ein weiteres Finale", meinte Behre, der schon im 200-m-Finale stand.

Rehm meinte: "Leider habe ich meine Bestzeit nicht erreicht, aber ich habe meinen Wettkampf hier schon gehabt." Als Sieger fürs Finale tippte er auf Peacock: "Er ist über 100 extrem stark. Und Oscar gewinnt dann die 400."

In der Staffel holte Rehm und Behre gemeinsam mit Heinrich Popow (Leverkusen) und Wojtek Czyz (Kaiserslautern) nach Disqualifikation zweier Rivalen trotz der höchsten Klassen überraschend Bronze.

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