Zweites Einzelfinale, zweite Niederlage - und diesmal sogar ohne Medaille: Olympia-Teilnehmer Oscar Pistorius hat vier Tage nach dem 200-m-Finale bei den Paralympics in London auch den Endlauf über 100 m verloren.

Der Südafrikaner musste sich mit 11,17 Sekunden mit Rang vier begnügen.

Der Sieg des erst 19 Jahre alten Briten Jonnie Peacock (10,90), der sich durch einen Weltrekord im Juli (10,85) und die beste Vorlaufzeit schon in Stellung gebracht hatte, sorgte bei den 80.000 Zuschauern im Olympiastadion für extatischen Jubel.

Pistorius zeigte sich als fairer Verlierer und fiel dem Sieger kurz nach dem Zieleinlauf in die Arme. "Ich bin natürlich ein bisschen enttäuscht, weil ich eine Medaille wollte", sagte Pistorius: "Aber ich war Teil eines der besten Rennen, das es je gab und das bedeutet mir noch mehr. Ich bin ein gutes Rennen gelaufen, aber heute waren einfach drei Jungs besser als ich."

"Wow!", sagte derweil Peacock erst einmal, dann atmete er tief durch: "Ich wusste, dass ich eine gute Chance habe, zu gewinnen, aber jetzt kann ich es noch gar nicht glauben."

Pistorius hatte zumindest in der Staffel am Mittwoch Gold gewonnen und startet noch am Samstag im Finale über 400 m, seiner Spezialdistanz, über die er auch bei Olympia bis ins Halbfinale vorgedrungen war.

100-m-Finalist David Behre und Weitsprung-Sieger Markus Rehm waren über 200 m im Halbfinale gescheitert.

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