Olympia-Teilnehmer Oscar Pistorius ist bei der Verleihung des Whang-Youn-Dai-Awards bei den Paralympics in London leer ausgegangen.

Die Plaketten aus 75 Gramm purem Gold, die der Athlet und die Athletin, die den Geist der Paralympics am besten transportierten erhalten, gingen dennoch an zwei Leichtathleten: den Iren Michael McKillop und die Kenianerin Mary Zakayo.

Der Südafrikaner Pistorius, der am späten Samstagabend über 400 m seine letzte Chance auf Einzel-Gold bei den Paralympics hatte, war einer von drei nominierten Männern gewesen. 2004 in Athen hatte der deutsche Tischtennisspieler Rainer Schmidt die Ehrung bekommen. Diesmal zählte kein deutscher Athlet zu den insgesamt sechs nominierten Sportlern.

Zakayo, die in London im Speerwurf und im Kugelstoßen antrat, hat in den Augen der Jury das Ansehen des Parasports in Afrika vergrößert. "Durch meine Erfolge treiben viel mehr behinderte Frauen in Kenia Sport", sagte sie.

McKillop, der über 800 und 1500 m jeweils Gold gewann, wurde für sein Engagement in irischen Schulen gewürdigt. Tausende behinderter Kinder habe er ermutigt und diene als Idol für eine ganze Generation.

Der Preis, der nach der Koreanerin Whang Youn Dai benannt ist, die sich ihr Leben lang für die Behinderten eingesetzt hat, wird seit 1988 am Ende der Paralympics verliehen. Bei den letzten Sommerspielen 2008 in Peking hatten die beinamputierte Schwimmerin Natalie du Toit aus Südafrika und der sehbehinderten Leichtathlet Said Gomez aus Panama die Ehrung erhalten, 2010 bei den Winterspielen in Vancouver Japans Sledgehockey-Kapitän Takayuki Endo und die kanadische Skifahrerin Collette Bourgonje.

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