Der Erfolg von Alex Zanardi bei den Paralympics in London hat den dreimaligen Formel-1-Weltmeister Niki Lauda extrem bewegt.

"Ganz offen - und ich schäme mich dafür nicht - aber da hat es mir die Tränen in die Augen gehauen. Ich weiß, was dieser Sportler durchgemacht hat", sagte der 63-Jährige dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Der ehemalige Formel-1-Fahrer Zanardi hatte vor elf Jahren bei einem Horror-Unfall auf dem Lausitzring beide Beine verloren und gewann nun in London beide Einzelrennen als Handbiker.

"Der Horror-Unfall, die lebensbedrohlichen Verletzungen, die Verzweiflung, die quälenden Gedanken - und auch die bleibenden Narben und Versehrtheiten. Da gibt es Parallelen zwischen Alessandro und mir. Auch wenn es ihn ungleich schwerer getroffen hat als mich", sagte Lauda.

Der Österreicher war am 1. August 1976 auf dem Nürburgring verunglückt und hatte dabei unter anderem schwere Verbrennungen erlitten.

Zuvor hatte auch Rekordweltmeister Michael Schumacher seine Freude über das Doppel-Gold des Italiers Zanardis zum Ausdruck gebracht.

"Das ist eine sehr schöne Geschichte. Ich habe das mitverfolgt und mich sehr für ihn gefreut", sagte der siebenmalige Weltmeister:

"Ich denke, für Alex sind das die größten sportlichen Erfolge in seiner Karriere, und das trotz seiner guten Zeit als Rennfahrer."

Auch Ex-Weltmeister Lewis Hamilton zog den Hut vor dem 45-Jährigen. "Gratulation und die besten Wünsche an meinen Freund Alex Zanardi", sagte der britische McLaren-Pilot:

"Er ist nicht nur einer der mutigsten, sondern auch einer der nettesten Menschen, die ich kenne. Seine Erfolge bei den Paralympics in den vergangenen Tagen waren sehr inspirierend."

Der ehemalige Formel-1-Champion Mario Andretti hatte getwittert: "Was wir hier miterleben, ist einfach unglaublich. Ich könnte nicht stolzer auf Alex Zanardi sein, selbst wenn er mein Sohn wäre."

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