London sagt endgültig goodbye: Mit einem feurigen Spektakel ist am Sonntagabend 44 Tage nach der Eröffnung der Olympischen Spiele der britische Sportsommer zu Ende gegangen.

In einer mitreißenden Feier hat sich die britische Hauptstadt von den Paralympics verabschiedet und den Staffelstab an Rio de Janeiro weiter gereicht - ein letztes Mal war London Feuer und Flamme.

Feurig war um 20.30 Uhr Ortszeit (21.30 MESZ) die Schlussfeier gestartet, die gegen Mitternacht MESZ mit dem Erlöschen der Flamme enden sollte. Gemäß dem Veranstaltungsmotto "Festival der Flammen" ließen Tänzer Feuer regnen, Pyroeffekte brachten die Zuschauer immer wieder in Ekstase und die Megastars von Coldplay und Rihanna heizten dem Publikum mit ihren Hits ein.

Auch Friedheln Julius Beucher, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), war begeistert, winkte fröhlich mit einer Deutschlandfahne in die Reihen und animierte die Massen auf den Rängen.

"Heute feiern wir den Glauben, und wenn wir auch viele Unterschieden haben, gibt es eine Qualität, eine Sache, die wir alle gemeinsam haben: den menschlichen Geist. Lasst die Liebe, die die Paralympics in unseren Herzen entzündet haben, hell strahlen", sagte der kriegsversehrte Rory Mackenzie zur Eröffnung des Flammen-Spektakels, gleichzeitig eine spielerisch dargestellte Reise durch die Jahreszeiten.

Zuvor waren die im Stadioninnenraum versammelten Sportler hautnah Zeuge, wie Sir Philip Craven und Prinz Edward, der Earl of Wessex und der jüngste Sohn von Queen Elizabeth II., in einem endzeitlich anmutenden Auto eine Runde durch das Stadion drehten. Zuvor hatten Phantasiegeschöpfe das paralympische Symbol Agitos in den Nachthimmel geblasen.

Im Anschluss liefen die Fahnenträger unter lautem Applaus ein und versammelten sich auf dem Rasen. Ein herzfömiges Feuer, das die Athleten umringte, krönte den Einmarsch. Für Deutschland trug Tischtennis-Spieler Thomas Schmidberger (Plattling), in der Mannschaft mit Silber und im Einzel mit Bronze dekoriert, in die Arena ein.

Kurios: Großbritannien hatte in Radsportlerin Sarah Storey, die in London dreimal Gold gewann und sich mit nunmehr elf paralympischen Siegen zur erfolgreichsten britischen Athletin bei Weltspielen für Behindertensportler aufschwang, und Rennrollstuhlfahrer David Weir gleich zwei Fahnenträger aufgeboten.

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