Sechs Mitglieder der Delegation aus der Demokratischen Republik Kongo haben nach den Olympischen Spielen und den Paralympics in London um Asyl gebeten.

Dies wurde am Mittwoch bekannt. "Sie haben mitgeteilt, dass sie nicht zurückkehren werden", heißt es in der entsprechenden Mitteilung von Anwalt Patrick Pindi, Chef des paralympischen Verbandes des afrikanischen Landes.

Die Paralympics waren am vergangenen Sonntag zuende gegangen. Danach wurden ein Offizieller und zwei Athleten vermisst. Zuvor hatten sich bereits nach den Olympischen Spielen in der britischen Metropole jeweils ein Trainer aus der Leichtathletik, dem Boxen und Judo abgesetzt.

Das britische Innenministerium wollte zu den aktuellen Fällen keine Erklärung abgeben.

Die Demokratische Republik Kongo gehört trotz ihres Rohstoffreichtums nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg zu den ärmsten Ländern der Welt. 2006 fanden erstmals freie Wahlen statt.