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Verena Bentele holte 2010 im kanadischen Vancouver fünfmal Gold © getty

Paralympics-Star Verena Bentele hat im Gespräch mit SPORT1 der Deutschen Sporthilfe eine Benachteiligung behinderter Athleten vorgeworfen.

114 Tage vor den Winter-Paralympics im russischen Sotschi forderte sie am Rande einer Presserunde des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) auf der Olympia-Schießanlage bei München "eine Sportförderung, die der von olympischen Sportlern angeglichen ist".

Behinderte Athleten bekämen nicht die Chance, sich sozial über Arbeitsplätze bei der Bundeswehr oder der Bundespolizei abzusichern, während sie auf Topniveau für Wettkämpfe trainierten.

"Die Deutsche Sporthilfe müsste für die Gleichstellung paralympischer mit olympischen Sportlern eine Vorreiterrolle einnehmen", meinte die 31-Jährige. Das geschehe bisher nicht, sagte sie und nannte ein Beispiel: "In Vancouver bekam ich nicht so viel Medaillenprämie für fünfmal Gold wie ein Olympionike für eine einzelne Goldmedaille."

Dass umgekehrt die deutschen Sportverbände hehre Medaillenziele vorgeben, könne sie nicht verstehen. "Medaillenziele auszugeben ist immer einfach für Funktionäre."

Bentele gilt als einer der erfolgreichsten Sportlerinnen der Paralympics überhaupt. 2011 wurde sie zum Abschluss ihrer Karriere vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) als Weltbehindertensportlerin des Jahres geehrt.

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