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Sportchef Christian Henn (r.) mit dem Tour-Dritten Bernhard Kohl © imago

Aus und vorbei! Teamchef Holczer verkündet das Ende des Team Gerolsteiner. Sportchef Henn plant jetzt einen großen Coup.

Von Wolfgang Kleine

Herrenberg/München - Aus und vorbei! Nach monatelangem Ringen, nach monatelanger Sponsorensuche hat Hans-Michael Holczer am Donnerstag das Handtuch geworfen.

Der Rennstall Gerolsteiner wird zum Jahresende aufgelöst. Die Fahrer, Betreuer und Sportlichen Leiter sowie die Angestellten müssen sich um andere Teams oder Stellen bemühen. Insgesamt 60 Personen verlieren ihre Jobs.

In einer Pressemitteilung des Ehepaares Hans-Michael und Renate Holczer heißt es: "Trotz einiger noch laufender Gespräche besteht die Notwendigkeit eines klaren Zeichens an unsere Fahrer und Mitarbeiter, deren Bindung zum Team beispiellos ist. Bis Ende der vergangenen Woche hatte nach unseren Informationen noch kein Fahrer bei einem anderen Team unterschrieben."

Holczer bedauert, dass der zuletzt erfolgreichste deutsche Rennstall so endet: "Die Marktforschung weist uns zum Besten gehörend, was es derzeit auf diesem Gebiet gibt, dennoch war es nicht möglich, dies zu verkaufen." Über seine eigenen Zukunft ist Holczer sich noch nicht klar: "Ich weiß nur, dass ich für 2009 frei bin."

Fahrer-Karussell kommt in Schwung

Jetzt wird das Fahrer-Karussell angeworfen. Christian Henn, Sportlicher Leiter bei Gerolsteiner, verhandelt nach eigener Aussage mit dem zweiten deutschen Team Milram.

"Es müssen aber noch Detailgespräche geführt werden", erklärt Henn gegenüber Sport1.de, "in der kommenden Woche werden wir die Entscheidung bekanntgeben."

Kohl und Schumacher die Wunschkandidaten

Der frühere Radstar will einige Topfahrer von Gerolsteiner mitnehmen: "Ich muss erst einmal schauen, dass such die Mischung zwischen Etappenfahrern, Sprintern und Klassiker-Fahrern stimmt."

Für Henn wären Bernhard Kohl, Dritter der diesjährigen Tour de France, und Stefan Schumacher, der bei Zeitfahren gewann, ganz heiße Wunschkandidaten für einen Wechsel zu Milram. Darüber hinaus soll auch Topsprinter Gerald Ciolek vom Team Columbia zu Milram gehen.

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