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Filippo Simeoni wurde wie Armstrong von Doping-Arzt Michele Ferrari behandelt © imago

Der Italiener sieht die anhaltende Feindschaft zu Lance Armstrong als Grund für seine Nichtnominierung beim Giro d'Italia.

Rom - Aus Protest gegen die Nichtberücksichtigung seines Teams für den am Samstag beginnenden Giro d'Italia will der italienische Radprofi Filippo Simeoni sein Landesmeistertrikot zurückgeben (Armstrong stapelt vor Giro-Start tief).

Die Organisatoren hatten sich gegen eine Einladung von Simeonis Team Ceramica entschieden und stattdessen den letzten Platz an den Serramenti-Rennstall vergeben.

Dessen Kapitän Davide Rebellin wurde allerdings kürzlich in der A-Probe des Dopings überführt.

Simeoni sieht jedoch die seit Jahren anhaltende Feindschaft mit Lance Armstrong als Grund für die Nichtnominierung.

Armstrong sieht Namen beschmutzt

Er hatte vor Gericht ausgesagt, vom früheren Armstrong-Arzt Michele Ferrari - Branchenname Dottore Epo - Dopingmittel erhalten zu haben.

Armstrong sah seinen Namen beschmutzt und bezeichnete Simeoni als Lügner.

Bei der Tour de France 2004 nahm Armstrong persönlich die Verfolgung auf, als der für den Gesamtsieg völlig ungefährliche Simeoni einen Ausreißversuch wagte.

Siemoni: "Armstrong wird als Messias betrachtet"

"In Italien wird Armstrong als Messias betrachtet. Will er ein Zeichen der Versöhnung setzen, sollte er sich dafür einsetzen, dass wir auch am Giro teilnehmen können. Es ist nicht hinnehmbar, dass der italienische Meister nicht am größten Ereignis seines Landes teilnehmen darf", sagte Simeoni.

Er warf den Organisatoren vor, eher den kommerziellen als den sportlichen Aspekt des Rennens zu berücksichtigen.

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