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Lance Armstrong wurde 2003 als Weltsportler des Jahres ausgezeichnet © imago

Angeblich bleibt zur Rettung des klammen Astana-Teams um den Rekord-Toursieger Armstrong und Klöden nur eine Woche Zeit.

Astana - Unmittelbar vor der Giro-Premiere von Radstar Lance Armstrong haben Meldungen über finanzielle Probleme des Astana-Teams für Unruhe in dem kasachischen Rennstall gesorgt.

Nach Informationen der Internet-Seite Sports.kz soll das Team durch erhebliche Einbußen im Sponsoring-Bereich seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können.

Der Start von Armstrong und Co. bei der am Samstag beginnenden Italien-Rundfahrt (9. bis 31. Mai) sei jedoch nicht gefährdet. (Armstrong stapelt vor Giro-Start tief)

Löhne fließen verspätet

Mehrere Sponsoren sollen in diesem Frühjahr keine Zahlungen mehr geleistet haben. Kasachstans nationale Fluggesellschaft Air Astana ist sogar ganz aus dem Sponsoring ausgestiegen.

Daher wurden den Fahrern, darunter neben Armstrong der frühere Toursieger Alberto Contador und der zweimalige Tourzweite Andreas Klöden, in diesem Jahr die Löhne verspätet oder überhaupt nicht gezahlt. Das Team wollte sich zunächst nicht zu den Meldungen äußern. (Armstrong will wieder einmal mehr)

"Der letzte Auftritt dieser Art"

Allerdings malte der Vizepräsident des kasachischen Radsportverbandes, Nikolai Proskurin, gegenüber "Sports.kz" ein sehr düsteres Bild von der Zukunft des Rennstalls: "Auch wenn Astana zum Giro antritt, wird es wohl der letzte Auftritt dieser Art sein." Armstrongs großer Rückkehr zur Tour de France (Grünes Licht für Armstrongs Tour-Start) wäre damit ein Riegel vorgeschoben.

Der Meldung zufolge bleibe dem Rennstall nur eine Woche Zeit, um seine Finanzprobleme zu lösen. Die beim Rad-Weltverband UCI hinterlegte Garantie von zwei MillionenUS-Dollar wurde schon angegriffen.

Verbandschef Achmetov hat mit diversen Sponsoren verhandelt und ist pessimistisch: "Ich glaube nicht, dass wir das Team retten können. Wir können einfach kein Geld auftreiben".

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