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Auch der Kanadier Michael Barry machte Tempo beim Etappensieg von Columbia © imago

Die T-Mobile-Nachfolger gewinnen das Teamzeitfahren zum Giro-Auftakt. Astana fährt auf Platz drei, Ivan Basso weit hinterher.

Venedig - Der amerikanische Columbia-Rennstall des früheren T-Mobile-Teamchefs Bob Stapleton hat Superstar Lance Armstrong bei dessen Giro-Premiere zum Auftakt die Show gestohlen. (Armstrong behebt Giro-"Versäumnis")

Das US-Team gewann am Samstag das 20,5 km lange Teamzeitfahren am Lido von Venedig und verwies in 21:50 Minuten die im Vorjahr siegreiche Equipe Garmin (USA/21:56) auf den zweiten Platz.

Das kasachische Astana-Team mit dem siebenmaligen Toursieger Armstrong landete auf dem dritten Rang (22:03).

Milram auf Platz zehn

Das Rosa Trikot des Spitzenreiters ging an Columbias Sprint-Ass Mark Cavendish (Großbritannien), der die Ziellinie als Erster seiner Mannschaft überquerte.

"Das ist ein toller Erfolg. Es war geplant, dass Mark vorne weg fährt, denn als Top-Sprinter hat er auf den Flachetappen in den nächsten Tagen die besten Chancen, das Trikot zu verteidigen", erklärte Stapleton.

49 Sekunden hinter dem siegreichen Team belegte der einzige deutsche Top-Rennstall Milram angeführt von Kapitän Markus Fothen (Kaarst) den zehnten Platz.

Rückschlag für Basso

Auf dem schnellen Kurs entlang des vorgelagerten Strandes von Venedig hatte Columbia bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 56,335 km/h schon im ersten Etappendrittel den Grundstein für den Sieg gelegt.

Andere Mannschaften wie das italienische Team Liquigas um Mitfavorit Ivan Basso, das am Ende 40 Sekunden Rückstand aufwies, hatten dort deutlich mehr mit den schwierigen Windverhältnissen auf der Laguneninsel zu kämpfen.

Die schwächsten Teams lagen am Ende sogar mehr als eineinhalb Minuten zurück.

3454,5 km nach Rom

"Columbia ist ein Team aus Zeitfahr-Spezialisten, deshalb geht unser Rückstand in Ordnung", erklärte Basso.

Der Giro-Sieger von 2006, der in den vergangenen beiden Jahren eine Doping-Sperre absitzen musste, zeigte sich insgesamt zufrieden: "Unsere Mannschaft ist darauf ausgerichtet, um den Gesamtsieg mitzukämpfen. Mit diesem Auftakt können wir gut leben."

Das zweite Teilstück der dreiwöchigen Rundfahrt führt am Sonntag über 156 km von Jesolo nach Triest. Insgesamt stehen beim Jubiläums-Giro 21 Etappen über eine Gesamtlänge von 3454,5 km auf dem Programm.

Die Italien-Schleife endet am 31. Mai wie bei der Premieren-Veranstaltung vor 100 Jahren in der Hauptstadt Rom.

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