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Alessandro Petacchi gewann 2005 den Klassiker Mailand - San Remo © imago

Der Italiener feiert auf der 3. Etappe des Giros seinen zweiten Teilerfolg. Der bis dato Gesamtführende büßt durch einen Sturz Zeit ein.

Valdobbiadene - Italiens Sprinter-König Alessandro Petacchi hat seine persönlichen "Festspiele" beim 92. Giro d'Italia fortgesetzt.

Der ehemalige Milram-Kapitän gewann am Montag auch die dritte Etappe und feierte damit seinen zweiten Tagessieg in Folge.

Der 35-Jährige vom LPR-Team setzte sich nach 198 Kilometern von Grado nach Valdobbiadene im Sprint wieder einmal unwiderstehlich durch und kam damit bereits zu seinem 21. Erfolg beim Giro.

Zweiter wurde der Amerikaner Tyler Farrar (Garmin) vor dem Italiener Francesco Gavazzi (Lampre).

Sturz bremst Cavendish ein

Alessandro Petacchi übernahm damit auch das Rosa Trikot des Spitzenreiters von Columbia-Profi Mark Cavendish. (2. Etappe: Cavendish verteidigt Rosa Trikot).

Der Brite wurde rund 11 Kilometer vor dem Etappenende durch einen Massensturz aufgehalten und verlor dadurch wie auch zahlreiche andere Fahrer wertvolle Zeit.

Cavendishs Bemühungen, wieder den Anschluss zu finden, blieben erfolglos.

In der Gesamtwertung führt Petacchi mit acht Sekunden Vorsprung vor Farrar. Weitere acht Sekunden dahinter folgt als Dritter der Australier Michael Rogers (Columbia).

Ich denke, ich habe gezeigt, dass ich in großartiger Form bin. Das Rosa Trikot ist ein Dankeschön an die Mannschaft für ihre tolle Arbeit", sagte der Tagessieger.

Armstrong kämpft für Kapitän

Nicht behindert durch den Massensturz wurde der siebenmalige Toursieger Lance Armstrong.

Der 37-Jährige aus der Astana-Mannschaft stellte sich erneut in den Dienst seines Kapitäns Levi Leipheimer, der im Gesamtklassement als Achter einen Rückstand von 44 Sekunden auf Petacchi hat. Fünfter ist Armstrong, sein Rückstand beträgt 31 Sekunden.

Eine fünfköpfige Gruppe mit den beiden Italienern Giuseppe Palumbo und Mauro Facci bestimmte lange Zeit die Flachetappe.

Ihr Vorsprung betrug teilweise mehr als zwei Minuten. Doch nach 163 Kilometern wurden die Ausreißer wieder vom Peloton geschluckt.

Rippenbruch bei Velde

196 Fahrer waren nach der dritten Etappe noch dabei. Letztes Opfer war US-Profi Christian Vande Velde (Garmin), der sich bei einem Sturz bei Kilometer 142 einen Rippenbruch, Verletzungen im Brust- und Beckenbereich sowie zahlreiche Hautabschürfungen zuzog.

Der Amerikaner hatte mit seinem Team Garmin im Vorjahr das Mannschaftszeitfahren gewonnen. Bei der Tour de France 2008 war er Fünfter geworden.

Vierte Etappe endet mit Bergankunft

Vande Velde war bei der Tour de France im Vorjahr Fünfter der Gesamtwertung.

Der Giro wird am Dienstag mit der vierten Etappe fortgesetzt. (1. Etappe: Columbia stiehlt Armstrong die Show)

Das Teilstück führt von Padua über 162 Kilometer bis zur Bergankunft ins 1466 Meter hoch gelegene San Martino di Castrozza.

Zuvor steht nach 120 Kilometern der erste Berg der zweiten Kategorie auf dem Programm, der Croce d'Aune.

Insgesamt stehen beim Jubiläums-Giro 21 Etappen über eine Gesamtlänge von 3454,5 km auf dem Programm.

Die Italien-Schleife endet am 31. Mai wie bei der Premieren-Veranstaltung vor 100 Jahren in der Hauptstadt Rom.

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