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2005 gewann Danilo Di Luca die Gesamtwertung der UCI ProTour © getty

Der Top-Favorit gewinnt das Duell der Italiener im 1466 Meter hohen San Martino di Castrozza. Armstrong verliert den Anschluss.

San Martino di Castrozza - Lance Armstrong hat gleich bei der ersten Bergankunft des 92. Giro d'Italia Schwäche gezeigt.

Einen Tag vor dem 100. Jahrestag der Rundfahrt verlor der siebenmalige Tour-Sieger den Anschluss und musste dem Top-Favoriten Danilo Di Luca kampflos den Tagessieg überlassen.

Nach der 162 Kilometer langen Fahrt von Padua in das 1466 Meter hoch gelegene San Martino di Castrozza der Schwede Thomas Lövkvist als neuer Gesamtführender von Alessandro Petacchi das Rosa Trikot. (3. Etappe: Petacchi erobert Rosa Trikot)

Di Luca (LPR), der den Giro 2007 gewonnen hatte, attackierte etwa 500 Meter vor dem Ziel und setzte sich im Sprint vor seinen zeitgleichen italienischen Landsleuten Stefano Garzelli (Acqua Sapone) und Franco Pellizotti (Liquigas) durch.

Armstrong dennoch Sechster

Die neben Di Luca als Rundfahrt-Favoriten eingestuften Levi Leipheimer (USA/Astana) und Ivan Basso (Italien/Liquigas) erreichten das Ziel ebenfalls zeitgleich.

Armstrong verlor auf dem letzten Kilometer zwar nur 15 Sekunden, ließ aber während des gesamten Schlussanstiegs seine frühere Dominanz vermissen. (DATENCENTER: Giro Ergebnisse)

Der Astana-Profi versteckte sich meist im hinteren Teil des Feldes.

In der Gesamtwertung liegt Lövkvist (Columbia) zwei Sekunden vor Di Luca. Armstrong ist mit 28 Sekunden Rückstand Sechster.

Voigt zeitweise mit großem Vorsprung

Die 4. Etappe wurde lange Zeit von Ausreißer-König Jens Voigt (Saxo Bank) mitbestimmt, der mit fünf weiteren Fahrern neun Kilometer nach dem Start in Padua attackierte.

Der Berliner leistete viel Führungsarbeit und hatte großen Anteil daran, dass der Vorsprung auf bis zu 7:30 Minuten wuchs.

Am ersten Berg des Tages, dem in die zweite Kategorie eingestuften Croce d'Aune, hielten lediglich der frühere Gerolsteiner-Profi Francesco De Bonis (Serramenti) und dessen italienischer Landsmann Francesco Bellotti (Barloworld) Voigts Hinterrad.

Am Fuß des Schlussanstiegs fiel De Bonis zurück, mit seiner dritten Attacke hängte Voigt auch Bellotti ab. Erst knapp zweieinhalb Kilometer vor dem Zielstrich wurde Voigt gestellt.

Giro endet dieses Jahr in Rom

Am Mittwoch erwartet das Peloton eine 125-Kilometer-Etappe von San Martino di Castrozza auf die Seiser Alm.

Nach einer kurzen Steigung direkt nach dem Start geht es über 90 Kilometer fast ausschließlich bergab.

Erst 25 Kilometer vor dem Ziel beginnt der Schlussanstieg auf die größte Hochalm Europas.

Insgesamt stehen beim Jubiläums-Giro 21 Etappen mit einer Gesamtlänge von 3454,5 Kilometern auf dem Programm.

Die Italien-Schleife endet am 31. Mai ausnahmsweise in Rom und angesichts des vorgezeichneten Streckenverlaufs über historische Etappenorte wie Genua, Florenz und Neapel nicht in Mailand.

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