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Tom Boonen fährt seit 2003 für den Rennstall Quick Step © getty

Tom Boonen kann die "große Schleife" abhaken. Die Tour-Direktor schließt eine Teilnahme des positiv getesteten Belgiers aus.

München - Dem erneut positiv auf Kokain getesteten Radprofi Tom Boonen droht eine Sperre.

Der Radsport-Weltverband UCI hat den Fall des Belgiers an die Disziplinarkommission weitergeleitet.

Obgleich das Verhalten des Belgiers keine Überschreitung der Anti-Doping-Regeln darstelle, "kann es als unakzeptabel (...) und schädigend für das Image, die Reputation oder die Interessen der UCI angesehen werden", heißt es in der Mitteilung.

Bei diesen Verstößen liege das Strafmaß zwischen einem und sechs Monaten.

Prudhomme ist dagegen

Zuvor hatte der Direktor der Tour de France, Christian Prudhomme, eine Teilnahme Boonens an der diesjährigen Rundfahrt (4. bis 26. Juli) ausgeschlossen.

"Es ist natürlich unmöglich für Tom Boonen, bei der Tour an den Start zu gehen", sagte Prudhomme der Nachrichtenagentur "AFP": "Er und sein Team müssen sich jetzt um seine Gesundheit kümmern und über seine persönliche Zukunft nachdenken, nicht über Sport."

Am Samstag war Boonens zweites positives Testergebnis auf Kokain innerhalb von weniger als zwölf Monaten bekannt geworden.

Schon einmal Drogen-Missbrauch

Wegen seines ersten Befundes am 26. Mai 2008 hatte er bereits die letztjährige Tour verpasst.

Als Reaktion auf den erneuten Drogenmissbrauch wurde der 28-jährige Belgier von seinem Rennstall Quick Step mit sofortiger Wirkung suspendiert.

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