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Zeigt sich nach vier Jahren Radsportabstinenz nicht in gewohnter Verfassung: Armstong (r.) © getty

Der Amerikaner bricht auf dem Weg zu Seiser Alm ein und muss ins Ziel eskortiert werden. Di Luca schnappt sich das Rosa Trikot.

Seiser Alm - Lance Armstrong hat ausgerechnet am 100. Jahrestag des Giro d'Italia den wohl schwersten Einbruch seiner Rad-Karriere erlitten.

Bei der Bergankunft auf der 1844 Meter hohen Seiser Alm verlor der Texaner drei Minuten auf Tagessieger Denis Mentschow (Russland/Rabobank).

Favorit Danilo Di Luca (Italien/LPR) fuhr auf Platz zwei und übernahm mit fünf Sekunden Vorsprung vor dem Schweden Thomas Lövkvist (Columbia) die Führung in der Gesamtwertung. (Di Luca gewinnt erste Bergetappe)

Armstrong liegt bereits nach fünf Etappen 3:34 Minuten hinter Di Luca. (DATENCENTER: Giro Ergebnisse)

Armstrong ins Ziel eskortiert

Der einstige Dominator hatte bereits zu Beginn des Schlussanstiegs Probleme und verlor etwa sechs Kilometer vor dem Ziel endgültig den Anschluss. Gleich drei Teamkollegen eskortierten den 37-Jährigen ins Ziel.

Allerdings wurde der Ausnahmeathlet in der Vorbereitung auf die zweitwichtigste Rundfahrt durch einen Schlüsselbeinbruch zurückgeworfen. (Armstrong droht Quartals-Aus)

Diese Verletzung hatte sich Armstrong im März bei der Kastilien-Rundfahrt zugezogen. Darüber hinaus scheint er aber auch nach fast vier Jahren Pause sportlich noch lange nicht auf der Höhe der Rundfahrt-Favoriten zu sein.

Ausreißversuch im Zillertal?

Nach zwei Bergankünften erwartet die Fahrer am Donnerstag beim Österreich-Gastspiel erneut eine schwere Etappe.

Über 248 Kilometer fährt des Peloton von Brixen nach Mayrhofen im Zillertal. Dabei bietet der 1628 Meter hohe Hochkrimml etwa 50 Kilometer vor dem Ziel Solisten die Chance zu einem Ausreißversuch.

Insgesamt stehen beim Jubiläums-Giro 21 Etappen mit einer Gesamtlänge von 3454,5 Kilometern auf dem Programm.

Die Italien-Schleife endet am 31. Mai ausnahmsweise in Rom und angesichts des vorgezeichneten Streckenverlaufs über historische Etappenorte wie Genua, Florenz und Neapel nicht in Mailand.

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