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Michele Scarponi musste bis Jahresbeginn eine 18-monatige Sperre absitzen © imago

Ein Italiener siegt beim Österreich-Gastspiel des Giro. Lance Armstrong kommt am Tag nach seinem Einbruch mit den Verfolgern an.

Mayrhofen - Michele Scarponi hat das Österreich-Gastspiel des Giro d'Italia gewonnen.

Der Italiener vom Team Diquigiovanni siegte auf dem mit 248 km längsten Teilstück der Rundfahrt über den 1628 m hohen Hochkrimml mit 32 Sekunden Vorsprung auf den Norweger Edvald Boasson Hagen.

Scarponis Landsmann Danilo Di Luca (LPR) verteidigte als Tages-Neunter auf der 6. Etappe die am 100. Jahrestag des Giro am Mittwoch eroberte Führung in der Gesamtwertung mit fünf Sekunden Vorsprung auf den Schweden Thomas Lövkvist (Columbia). (DATENCENTER: Giro Ergebnisse)

Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong kam am Tag nach dem wohl schwersten Einbruch seiner Rad-Karriere nur mit der ersten Verfolgergruppe ins Ziel. (5. ETAPPE: Armstrong am Berg ohne Chance)

Di Luca traut Armstrong viel zu

Die Konkurrenten haben aber immer noch größten Respekt vor Armstrong.

"Man darf nicht vergessen, dass er drei Jahre keine Rennen gefahren ist", sagte Di Luca.

Er traut dem 37-Jährigen noch viel zu: "Ich habe ihn gesehen, ich denke, er nimmt den Giro ernst, aber er konzentriert sich darauf, einen Etappensieg zu holen."

Größter Erfolg für Scarponi

Für Scarponi, der bis zu Beginn diesen Jahres eine 18-monatige Sperre wegen Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen abgesessen hatte, war es der größte Erfolg seiner Karriere.

Er hatte seine Verbindung zum Madrider Dopingarzt Eufemiano Fuentes in der "Operacion Puerto" gestanden, allerdings jede Manipulation bestritten.

Zurück nach Italien

Am Freitag steht ein weiteres schweres Teilstück auf dem Plan, das über 244 km von Innsbruck zurück nach Italien (Chiavenna) führt. Insgesamt stehen beim Jubiläums-Giro 21 Etappen mit einer Gesamtlänge von 3454,5 Kilometern auf dem Programm.

Die Italien-Schleife endet am 31. Mai ausnahmsweise in Rom und angesichts des vorgezeichneten Streckenverlaufs über historische Etappenorte wie Genua, Florenz und Neapel nicht in Mailand.

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