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Lance Armstron fährt beim 100-jährigen Jubiläum des Giro d'Italia nur hinterher © getty

Lance Armstrongs Team macht den Namen des Hauptsponsors auf den Trikots unlesbar. Rückt der eigene Rennstalls näher?

Innsbruck - Lance Armstrongs Rad-Team geht auf Konfrontation zu Hauptsponsor Astana.

Weil das kasachische Konsortium die April-Gehälter noch nicht gezahlt hat, traten die Fahrer am Freitag zur siebten Etappe des Giro d'Italia mit neuen Trikots an, auf denen der Name Astana unlesbar ist.

Hintergrund der ausstehenden Zahlungen soll die angestrebte Rückkehr des in Kasachstan als Volksheld verehrten Alexander Winokurow sein.

Armstrong und Teamchef Johan Bruyneel lehnen dies ab, die Geldgeber stehen aber offenbar auf der Seite des bei der Tour 2007 überführten Dopingsünders.

UCI droht

Dem Team droht nun offenbar auch der Entzug der Pro-Tour-Lizenz - möglicherweise schon während des laufenden Giro d'Italia.

"Es kann nicht sein, dass die beste Mannschaft bei Rundfahrten ihre Profis nicht bezahlen kann. Dies muss beendet werden", sagte Alain Rumpf, Manager der Pro Tour, der französischen Nachrichtenagentur "AFP": "Wenn sich die Situation nicht ändert, wird die UCI handeln, und zwar ohne das Ende des Giro abzuwarten.

Bei der Tour unter Bruyneels Leitung?

Durch den Streit rückt die Gründung von Armstrongs eigenem Team näher. Der siebenmalige Tour-Sieger hatte kürzlich angekündigt, im Juli Pläne für einen eigenen Rennstall vorzustellen. Nun könnte er bereits bei der Tour de France in einem anderen Trikot an den Start gehen.

Gerüchten zufolge soll die Astana-Mannschaft unter dem sportlichen Leiter und Armstrong-Mentor Bruyneel bei einer Neugründung größtenteils zusammengehalten werden.

Der frühere Tour-Sieger Alberto Contador soll allerdings im Fall der Fälle zum spanischen Team Caisse d'Epargne wechseln, womit es bei der Tour zum Duell zwischen Armstrong und seinem Kronprinz käme.

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