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Lance Armstrong gewann von 1999 bis 2005 sieben Mal in Folge die Tour de France © imago

Nach dem Sturz von Pedro Horillo sieht sich der Amerikaner zum Handeln gezwungen. Gleichzeitig entschuldigt er sich bei den Fans.

Rom - Radstar Lance Armstrong hat die Gründung einer unabhängigen Fahrer-Gewerkschaft gefordert, um die Radprofis nach dem Horror-Sturz Pedro Horillos beim Giro d'Italia besser zu schützen (Horrorsturz überschattet Columbia-Gala).

"Wir müssen unbedingt eine vollkommen unabhängige Radfahrer-Organisation aufbauen, die unsere Interessen vertritt", sagte Armstrong in einer Videobotschaft auf der Webseite seiner Stiftung.

"Diese Organisation soll das Recht haben, sich darüber auszusprechen, ob eine Strecke sicher ist, oder nicht. Ohne eine derartige Organisation, die unsere Interessen geschlossen vertritt, werden wir immer derartige Probleme haben", erklärte der 37-Jährige.

Mit 80 km/h in einen dunklen Tunnel

Armstrong entschuldigte sich zugleich für den Bummelstreik der Giro-Fahrer am Sonntag, als das komplette Feld aus Protest gegen den ihrer Meinung nach zu gefährlichen Kurs die ersten beiden Rennstunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von unter 30 km/h zurückgelegt hatte (DATENCENTER: Giro-Ergebnisse).

"Es tut uns leid. Es war nicht die ideale Lösung, niemand war damit zufrieden", sagte der Texaner. Beim Giro habe es aber bereits auf mehreren Etappen schwere Sicherheitsmängel gegeben: "Auf einigen Etappen gab es Tunnel ohne Beleuchtung, gefährliche Abhänge. Kann man sich vorstellen, was es bedeutet, bei 80 Stundenkilometern in einem Tunnel ohne Beleuchtung zu fahren? Es ist absurd", sagte Armstrong.

Horillo ins Koma versetzt

Der Spanier Horillo war auf der achten Etappe am Samstag bei einer Abfahrt zu Fall gekommen und einen Abhang hinuntergestürzt (8. Etappe: Doppelsieg für Columbia).

Er erlitt schwerste Verletzungen - darunter eine zusammengefallene Lunge - und musste vorübergehend in ein künstliches Koma versetzt werden.

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