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Dennis Mentschow hat beim Giro bereits die 5. Etappe gewonnen © getty

Dennis Mentschow gewinnt das erste Giro-Zeitfahren. Mit dem Sieg auf der zwölften Etappe löst er den Italiener an der Spitze ab.

Riomayre - Der bisherige Gesamtführende Danilo Di Luca hat nach einem schwachen Abschneiden beim ersten Einzelzeitfahren des Giro d'Italia das Rosa Trikot verloren. (DATENCENTER: Giro-Ergebnisse)

Der Italiener verlor auf dem 60,6 km langen Teilabschnitt fast zwei Minuten auf den Tagessieger und neuen Führenden Dennis Mentschow (Russland/Rabobank) und belegte Platz sechs.

Auf Platz zwei kam der Amerikaner Levi Leipheimer (Astana) mit 20 Sekunden Rückstand auf Mentschow ins Ziel.

Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong (Astana) belegte mit 2:46 Minuten Rückstand am Ende Platz 13.

Noch keine Vorentscheidung

"Ich widme diesen Sieg und das Rosa Trikot meinem Teamkollegen Pedro Horrillo", sagte Mentschow.

Horrillo war auf der achten Etappe am Samstag bei einer Abfahrt zu Fall gekommen und 60 Meter in die Tiefe gestürzt. Aufgrund der Schwere seiner Verletzungen - darunter eine zusammengefallene Lunge - schwebte er zeitweise in Lebensgefahr.

Von einer Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg wollte Mentschow allerdings nichts wissen. "Ich gehe davon aus, dass nur wenige Sekunden entscheiden werden. Ich glaube Di Luca ist weiterhin mein schärfster Konkurrent. Er hat eine extreme Motivation und viel Erfahrung beim Giro."

Di Luca trotzdem zufrieden

Di Luca war trotz des Verlusts der Gesamtführung nicht übermäßig enttäuscht.

"Mentschow war sehr stark, aber ich habe mich gut verteidigt. Ich bin sehr glücklich", sagte der Italiener: "Das wichtigste ist es, dass ich nicht zu viele Sekunden zurückliege." Bester Deutscher beim Zeitfahren durch bergiges Gelände war Milram-Profi Markus Fothen (Kaarst) mit 7:06 Minuten Rückstand auf Platz 47.

In der Gesamtwertung übernahm Mentschow mit 34 Sekunden Vorsprung auf Di Luca die Führung. Zwölfter ist Armstrong mit 6:34 Minuten Rückstand.

Cancellara steigt aus

Zeitfahr-Olympiasieger Fabian Cancellara war bereits vor der 12. Etappe des Giro d'Italia ausgestiegen.

Vor dem Zeitfahren über 60,6 km lag der Schweizer auf dem 137. Rang des Gesamtklassements mit mehr als einer Stunde Rückstand auf den Führenden Danilo Di Luca.

Der Profi vom Rennstall Saxo Bank sucht seit Saisonbeginn nach seiner guten Form des Vorjahres, als der Schweizer Sportler des Jahres bei den Olympischen Spielen in Peking neben Gold im Zeitfahren auch die Bronzemedaille im Straßenrennen gewann.

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