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Der Brite Mark Cavendish gewann im Jahr 2008 zwei Etappen beim Giro © imago

Der Milram-Profi muss auf seinen ersten Etappensieg weiter warten. Stattdessen feiert Cavendish mittlerweile zum dritten Mal.

Florenz - Ein 158 Kilometer langer Ausreißversuch ist für Milram-Profi Björn Schröder vor den Toren von Florenz ohne Happy End zu Ende gegangen.

Der Berliner wurde sechs Kilometer vor dem Ziel der 13. Etappe des Giro d'Italia vom Hauptfeld wieder eingeholt und damit um den größten Erfolg seiner Karriere gebracht. (DATENCENTER: Giro-Ergebnisse)

Stattdessen holte sich der Brite Mark Cavendish nach 176 km von Lido di Camaiore nach Florenz bereits seinen dritten Etappensieg bei der Italien-Rundfahrt.

Zweiter wurde Schröders früherer Teamkollege Alessandro Petacchi (Italien) vor dem Australier Allan Davis. ad

Peloton schluckt Schröder

Schröder war bereits nach zwölf Kilometern mit dem Italiener Leonardo Scarselli (ISD) und dem Russen Michail Ignatiew (Katjuscha) ausgerissen.

Zwischenzeitlich hatte das Trio einen Vorsprung von über fünf Minuten herausgefahren. Die letzten 30 Kilometer fuhr Schröder dann allein an der Spitze, nachdem seine Mitstreiter geschwächelt hatten.

Als das Peloton dann auf das Tempo drückte, war der Traum vom ersten Giro-Etappensieg beendet.

Mentschow weiter in Rosa

In der Gesamtwertung blieb unterdessen alles beim Alten.

Rabobank-Profi Dennis Mentschow, der am Donnerstag durch den Sieg im Einzelzeitfahren das Rosa Trikot des Gesamtersten übernommen hatte, bleibt weiter mit 34 Sekunden vor dem Italiener Danilo di Luca in Führung.

Dritter ist weiter der Amerikaner Levi Leipheimer vom Astana-Team (0:40 Minuten zurück).

Ärger für Armstrong

Lance Armstrong liegt mit 6:34 Minuten Rückstand auf Rang zwölf. Zwischen dem US-Amerikaner und Teilen der Presse ist es allerdings zum Streit gekommen.

Nachdem der Amerikaner am Donnerstag nach dem Einzelzeitfahren nicht persönlich mit den Medienvertretern sprechen wollte, kündigten italienische und englisch-sprachige Journalisten an, Armstrongs Nachrichten über die Micro-Blogging-Plattform Twitter boykottieren zu wollen.

Armstrong gibt täglich mehrere Statements über Twitter ab. Viele Journalisten hatten diese dann weiterverbreitet. Hintergrund für Armstrongs Presse-Boykott soll dessen Verärgerung über italienische Journalisten gewesen sein, die den 37-Jährigen für den Bummelstreik am Sonntag auf der Etappe rund um Mailand verantwortlich gemacht hatten.

Am Samstag wird der Giro mit der mittelschweren 14. Etappe von Campi Bisenzio nach Bologna über 172 km fortgesetzt. Dabei sind fünf Berge der zweiten Kategorie zu bewältigen.

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