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Lance Armstrong gründete 1997 die gemein- nützige Foundation zugunsten Krebskranker © getty

Wieder arge Anschuldigungen gegen Armstrong: Die "L.A. Confidential"-Autoren behaupten, sein Comeback diene dem Geldscheffeln.

Von Michael Spandern

München - Lance Armstrong sieht sich erneut mit schweren Anschuldigungen konfrontiert.

Die Enthüllungsjournalisten David Walsh und Pierre Ballester, die dem Kalifornier in ihrem Bestseller "LA Confidential" Doping unterstellten, legen nun nach.

In ihrer neuen Buch "Die schmutzige Tour" ziehen die beiden das Comeback von Lance Armstrong in den Schmutz: Sie bezweifeln, dass es dem Rekordgewinner der Tour de France vorwiegend um Spenden und Aufmerksamkeit für seine Lance Armstrong Foundation zugunsten Krebskranker gehe.

Konferenz-Gagen in die eigene Tasche?

"Seit dem vergangenen Sommer hat seine Livestrong-Stiftung ein lukratives Segment", führt Ballester aus: "Wenn Armstrong 200.000 Euro für eine Konferenz erhält, dann steckt er diese in seine eigene Tasche. Anders als die führenden Krebsexperten, die das Geld spenden."

Die Autoren werfen Armstrong ganz konkret Profitgier vor. Und neben den wirtschaftlichen hätten politischen Gründen den Texaner zum Comeback getrieben. (Armstrongs Zukunft bleibt ungewiss)

Er nutze die Publicity, um sich ins rechte Licht zu rücken und eine Kandidatur für den Gouverneurs-Posten in Texas in einigen Jahren vorzubereiten.

"Doping, Intrigen und Bestechung"

Auch der französische Sportminister hatte dem 37-Jährigen unterstellt, nicht aus karitativen Gründen in den Radsport zurückgekehrt zu sein: "Dieses Comeback ist eine Maskerade", ließ sich Jean-Francois Lamour zitieren.

Nachdem sein finanziell ins Trudeln geratene Team Astana gerettet ist (Armstrongs Astana-Team gerettet) und seinem Tour-Start nichts mehr entgegen steht, "kehren die Geister der Vergangenheit zurück", meinen Walsh/Ballester: "Doping, Intrigen und Bestechung."

Armstrong nahm bislang nicht zu den neuen Vorwürfen gegen seine Person Stellung.

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