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Gewohntes Bild aus vergangenen Jahren: Bernard Hinault (r.) gratuliert Lance Armstrong © getty

Der fünffache Tour-Sieger Bernhard Hinault attackiert Lance Armstrong. Der kontert mit Beleidigungen unter der Gürtelinie.

Von Andreas Kloo

München - Nicht jeder empfängt Lance Armstrong bei seiner Rückkehr zur Tour de France mit offenen Armen. (Alles nur aus Profitgier?)

Vor allem nicht der fünffache Sieger der "Großen Schleife", Bernhard Hinault. 1978, 1979, 1981, 1982 und 1985 hatte Hinault die Tour de France gewonnen.

Nun hielt er in einem Interview mit der französischen Tageszeitung "Le Monde" mit seiner Meinung über den "Tourminator" nicht hinter dem Berg.

"Ich hoffe, er kommt nicht. Hat er Angst vor Frankreich? Niemand zwingt ihn, zu kommen. Er kann gerne zuhause bleiben."

Die Siegchancen spricht Hinault dem Amerikaner sowieso ab: "Die Tour kann er nicht gewinnen."

"Kein gesunder Menschenverstand"

Der 54-Jährige wünscht Armstrong sogar eine Niederlage. "Ich hoffe, dass Contador ihn schlägt."

Armstrongs Antwort ließ nicht lange auf sich warten.

Auf seiner Twitter-Seite schlägt der siebenfache Tour-Sieger nun mit Ausdrücken unter der Gürtellinie zurück:

"Was für ein Wi....", beschimpft er dort Hinault - und fügt hinzu: "Fünf Tour-de-France-Siege bedeuten noch keinen gesunden Menschenverstand."

Wiedersehen auf dem Podium?

Einen Gefallen hat sich Armstrong mit dieser Gegenattacke wohl nicht getan.

Bislang war er ohnehin nicht sonderlich beliebt in Frankreich. Dass er nun noch einen der französischen Radsport-Helden wüst beleidigt, dürften ihm die Franzosen übel nehmen.

Das Pikante an dem Streit zwischen Hinault und Armstrong: Als Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit für die Tour de France gratuliert der Franzose den Etappengewinnern bei der Siegerehrung persönlich.

Nun stellt sich die Frage, was passiert, wenn Armstrong eine Etappe gewinnen sollte.

Ob sich die beiden Streithähne dann immer noch die Hände schütteln?

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