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Tom Boonen gewann 2007 das grüne Trikot bei der Tour de France © getty

Tom Boonen darf wegen seiner Kokain-Affäre wohl tatsächlich nicht bei der Tour starten. Experten springen dem Belgier jedoch bei.

Brüssel - Der des Kokain-Dopings überführte Radprofi Tom Boonen muss seine Hoffnung auf eine Teilnahme an der diesjährigen Tour de France wohl endgültig begraben.

Wie die Tour-Organisation ASO mitteilte, wird Boonen wegen seines Vergehens nicht starten dürfen.

"Das Image von Tom Boonen ist nicht mit dem der Tour de France vereinbar", sagte die ASO.

Tour-Direktor Christian Prudhomme hatte einen Start Boonens bei der am 4. Juli in Monaco beginnenden Rundfahrt schon vor einigen Wochen kategorisch ausgeschlossen.

Dreimal positiv getestet

Der Klassiker-Spezialist war zuvor Ende April zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres positiv auf Kokain getestet worden.

Insgesamt war der 28-Jährige in seiner Karriere dreimal des Kokainkonsums überführt worden.

Weil Boonen bei einer Trainingskontrolle auffällig wurde, blieb der Test ohne Konsequenzen vonseiten des Radsport-Weltverbandes UCI. Pikanterweise ist Kokain ist nur im Wettkampf verboten.

Das allerletzte Wort über eine Tour-Teilnahme dürfte nun voraussichtlich vor Gericht gesprochen werden. Boonen hatte mehrfach angekündigt, bei einem Ausschluss von der Rundfahrt vor Gericht um seinen Start zu kämpfen.

Kokain nicht geschnupft

Bei einer möglichen rechtlichen Auseinandersetzung wird Boonen auch von seinem Quick-Step-Team unterstützt werden.

Nach Meinung unabhängiger Experten hat Boonen die Droge allerdings nicht geschnupft. Eine Haaranalyse in der Universität Löwen ergab, dass die Menge zu gering war und sich der Belgier das Kokain folglich nicht durch die Nase zugeführt habe.

Nach Ansicht der Fachleute sei es lediglich zum "indirekten Kontakt" mit der Droge gekommen.

Der 28-Jährige hatte im Mai sein Alkoholproblem eingestanden und von einem ausschweifenden Abend vor der Dopingkontrolle berichtet, an den er jedoch keine Erinnerung mehr habe.

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