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Jussi Veikkanen wurde bereits vier Mal finnischer Straßenmeister © imago

Jussi Veikkanen gewinnt die sechste Etappe der Deutschland-Tour und ist begeistert. Gerdemann verteidigt das Gelbe Trikot.

München - Ausreißer Jussi Veikkanen hat den Höhenflug des Columbia-Teams bei der Deutschland-Tour beendet.

Der finnische Meister setzte sich auf der sechste Etappe in Neuss im Sprint einer elfköpfigen Fluchtgruppe durch.

Columbia-Kapitän Linus Gerdemann, dessen Rennstall die beiden Etappen zuvor gewonnen hatte, verteidigte das Gelbe Trikot durch Platz 16 erfolgreich.

"Wir können nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Wir wollten den Abstand gering halten, wenn eine Gruppe geht und haben dann auf die anderen Teams gehofft. Aber so ist das Spiel im Radsport, manchmal kommt eine Gruppe eben durch", sagte Gerald Ciolek.

Veikkanen vor Iglinski

Der frühere U23-Weltmeister musste sich einen Tag nach seinem überraschenden Sieg in Winterberg im Rheinland mit Rang 14 begnügen.

Veikkanen (Francaise des Jeux) verwies nach 188,8 km von Schmallenberg im Sauerland nach Neuss den Kasachen Maxim Iglinski (Astana) sowie den Franzosen Thierry Hupond (Shimano) auf die Plätze.

"Ich konnte es selbst 25 Kilometer vor dem Ziel nicht glauben, dass wir durchkommen. Das ist der beste Tag in meiner Karriere", sagte der Finne.

Ruß bester Deutscher

Bester Deutscher wurde Matthias Ruß (Canstatt) vom Team Gerolsteiner als Zehnter.

"Ich hatte immer gehofft, dass einer attackiert und ich mitgehen kann. Letztlich musste ich selbst gehen und hatte am Ende bei dem starken Gegenwind keine Chance", sagte der Kletterspezialist aus dem Schwabenland.

In der Gesamtwertung liegt Gerdemann weiterhin 17 Sekunden vor seinem schwedischen Teamkollegen Thomas Lövkvist.

Löykvist bester Jungprofi

Der Slowene Janez Brajkovic behauptete Rang drei und liegt nach wie vor 20 Sekunden hinter Gerdemann.

Zudem führt Lövkvist in der Punktwertung und der des besten Jungprofis. Volksbank-Profi Daniel Musiol (Cottbus) trägt auch auf der 7. Etappe das Bergtrikot.

Erst 50 km nach dem Start im Sauerland hatte sich nach mehreren Attacken die funktionierende Gruppe von elf Ausreißern gefunden, in der sich auch Ruß befand.

Voigt erfolglos

Der zweimalige D-Tour-Sieger Jens Voigt (Berlin) versuchte nachzusetzen, blieb jedoch letztlich erfolglos und ließ sich wieder ins Feld zurückfallen.

Die Gruppe fuhr einen maximalen Vorsprung von 3:20 Minuten auf das Feld heraus. Doch nach 120 km schickte Spitzenreiter Gerdemann fast seine gesamte Mannschaft an die Spitze des Pelotons.

Zweitlängster Tagesabschnitt

Trotz der Unterstützung weiterer Sprinter-Teams wurden die Ausreißer nicht mehr gestellt und retteten letztlich einen Vorsprung von mehr als einer Minute ins Ziel.

Am Freitag ist in Georgsmarienhütte vom Profil her mit einer Sprintankunft zu rechnen. Auf dem mit 214,3 km zweitlängsten Tagesabschnitt gibt es lediglich auf dem ersten Teil einige Steigungen.

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