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Jörg Jaksche verkündete am 25. April 2008 seinen Rücktritt vom Profi-Radsport © imago

An eine saubere Tour glaubt der Ex-Profi nicht, zu effektiv sei Doping. Der Gewinner stehe schon jetzt als Betrüger fest.

München - Der ehemalige Radprofi Jörg Jaksche erhebt vor der am 4. Juli beginnenden Tour de France schwere Dopingvorwürfe gegen das Starterfeld.

Auf die Frage, ob der Gewinner der Tour 2009 ein Betrüger sein wird, ein Gedopter, antwortete Jaksche im Interview mit dem "Tagesspiegel":

"Ja. Und das Gesetz der Serie sagt uns, das wird noch lange so bleiben. Der extreme Ausdauersport ist dopingaffin. Ich habe es selbst erlebt: Doping bringt einfach zu viel."

Gegen einen Start des siebenmaligen Toursiegers Lance Armstrong (USA) hat Jaksche aber nichts einzuwenden. "Es liegt nichts gegen ihn vor. Soll er doch fahren", meinte der Ex-Profi.

Jaksche: Hin- und hergerissen

Jaksche hatte 2007 ein umfassendes Geständnis über seine eigene Dopingvergangenheit abgelegt.

Nach dem Ende seiner Sperre wurde er von einigen Teammanagern jedoch als Nestbeschmutzer bezeichnet und beendete seine Karriere.

"Ich bereue mein Geständnis jeden Tag, und ich bin jeden Tag froh darüber. Das mag paradox klingen. Ich kann eben meinen geliebten Beruf nicht mehr ausüben, aber ich kann auch jeden Morgen in den Spiegel schauen, ohne mich zu übergeben vor Scham, wieder lügen zu müssen", so Jaksche.

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