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Robbie McEwen (r.) ist im Sprint-Finale nicht mehr einzuholen © getty

Der Australier gewinnt im Massensprint die Hamburger Cyclassics. Gerald Ciolek vergibt auf den letzten 100 Metern seine Siegchance.

Hamburg - Einen Tag nach dem Deutschland-Tour-Sieg von Linus Gerdemann hat Australiens Sprint-Ass Robbie McEwen den deutschen Radprofis die Show gestohlen.

Der Fahrer vom Lotto-Rennstall siegte bei den 13. Hamburger Cyclassics im Schlussspurt des Hauptfeldes vor seinen Landsleuten Mark Renschaw und Allan Davis, während Gerdemanns Columbia-Teamkollge Gerald Ciolek (Pulheim) als Mitfavorit im Sprint-Finale chancenlos war.

Als bester Deutscher erreichte der deutsche Meister Fabian Wegmann den zehnten Rang.

"Als wir auf die Zielgerade kamen, sah es noch ganz gut aus, aber dann war ich plötzlich eingeschlossen und bin nicht mehr nach vorne gekommen", sagte Ciolek, der sich aber mit seinem Etappensieg bei der Deutschland-Tour trösten konnte.

Positionskämpfe genutzt

Dagegen feierte McEwen seinen ersten Triumph bei einem wichtigen Eintagesrennen. "Ich hatte im Finale eine gute Position und bin sehr glücklich, dass es am Ende zu diesem Sieg gereicht hat."

McEwen war lange Zeit nicht in Erscheinung getreten und hatte die Positionskämpfe auf dem letzten Kilometer am besten für sich genutzt.

Am Ende der Zielgeraden auf der Mönckebergstraße hatte der "Aussie" die höchste Endgeschwindigkeit und schoss damit an der gesamten Sprintkonkurrenz vorbei.

Zahlreiche Attacken

Auf den letzten 20 km hatte sich die Rennsituation zugespitzt. Während das Columbia-Team im Dienst von Ciolek zuvor bereits viel Verfolgungsarbeit geleistet hatte, sorgten in der Schlussphase zahlreiche Attacken einzelner Fahrer für viel Unruhe und hohes Tempo im Hauptfeld.

So hatte sich bei der letzten von insgesamt vier Überquerungen des Wasebergs im Nobel-Vorort Blankenese Gerolsteiner-Fahrer Wegmann gemeinsam mit den Italienern Franco Pellizotti und Leonardo Bertagnolli (Liquigas) abgesetzt - doch auch ihr Fluchtversuch blieb erfolglos.

Voigt wieder eingeholt

Das gleiche Schicksal hatte zuvor auch eine 20 Fahrer starke Spitzengruppe ereilt. Die Ausreißer, von denen vor allem der Berliner Jens Voigt (CSC) immer wieder den Fluchtversuch ankurbelte, erreichten auf dem kürzesten Kurs in der zwölfjährigen Geschichte der Cyclassics einen maximalen Vorsprung von vier Minuten.

Auf der zweiten Hälfte des Rennens wurde das Tempo im Feld jedoch spürbar erhöht, sodass der Abstand zur Spitze immer kleiner wurde und 20 km vor dem Ziel endgültig aufgebraucht war.

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