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Lance Armstrong und Kollegen wollen nicht mehr allen Journalisten antworten © getty

Der Armstrong-Rennstall kämpft weiter gegen negative Berichterstattung. Ein Skandalfahrer der Tour 2007 plant sein Comeback.

München - Das Astana-Team um Lance Armstrong setzt seinen Feldzug gegen negative Berichterstattung fort.

Diesmal traf es den belgischen Fernsehsender Sporza, der zukünftig auf der "schwarzen Liste" steht.

Der flämische Sender wird keine Interviews mehr von Armstrong und Co. erhalten. Das ordnete Teamchef Johan Bruyneel höchstpersönlich an.

Der in Belgien äußerst beliebte Sporza-Kommentator Michel Wuyts habe von jeher über das Discovery-Team, das Astana-Team und Armstrong negativ berichtet, monierte Bruyneel.

Bereits beim Giro d'Italia hatte Armstrong die Medien boykottiert, nachdem italienische und englische Journalisten den siebenmaligen Toursieger für den Fahrer-Aufstand auf der Etappe nach Mailand verantwortlich gemacht hatten.

Sport1.de hat weitere Nachrichten von der Tour de France zusammengestellt:

Rasmussen vor Comeback

Dopingsünder Michael Rasmussen hat sein Comeback angekündigt. Der frühere Bergkönig der Tour de France wird am 27. Juli in der dänischen Stadt Kjellerup ein Kriterium fahren. Er sei in Topform, sagte der frühere Rabobank-Profi, dessen Zweijahressperre am 25. Juli abläuft.

Rasmussens Comeback im Profi-Radsport steht aber noch in den Sternen, denn der Kletterspezialist hat bislang kein neues Team gefunden. Ein Hindernis könnte auch noch die mögliche Strafzahlung in Höhe von 700.000 Euro an den Radsport-Weltverband UCI sein, gegen die er notfalls vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS oder einem Schweizer Zivilgericht klagen will.

Die UCI hatte 2007 die Ehrenerklärung zur Pflicht gemacht, wonach sich die Fahrer bei einem Dopingvergehen zur Zahlung eines Jahresgehaltes verpflichten mussten.

Skandal bei der Tour 2007

Rasmussen war 2007 gesperrt worden, nachdem er mehrmals einen falschen Aufenthaltsort angegeben und sich dadurch Dopingkontrollen entzogen hatte. Das wertete der Radsport-Verband des Fürstentums Monaco, unter dessen Lizenz der Däne fuhr, als Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen.

Der Fall war während der Tour ans Tageslicht gekommen und hatte für großen Wirbel gesorgt, zumal Rasmussen als Träger des Gelben Trikots dicht vor dem Toursieg gestanden hatte.

Cruyff lobt Armstrong

Dass die Rückkehr von Lance Armstrong viele andere Sportstars an die Strecke zieht, ist bei der Tour mittlerweile Alltag. Von "Oranjes" Jahrhundertfußballer Johan Cruyff gab es beim Besuch in Barcelona dann auch noch ein Sonderlob für den Texaner.

"Er fährt einfach clever, er muss ein intelligenter Mann sein. Er zeigt, dass man beim Radfahren nicht nur treten, sondern stets auch den Kopf oben haben muss", sagte der Vizeweltmeister von 1974.

Premiere für Fröhlinger

Milram will sich bei der Tour durch eine attraktive Fahrweise präsentieren. In den Ausreißergruppen waren die "Milchmänner" jedoch erst auf der siebten Etappe erstmals zu sehen.

Johannes Fröhlinger gehörte zu den Ausreißern, die auf dem Weg nach Andorra-Arcalis teilweise fast 15 Minuten Vorsprung hatten. Der 24-Jährige nimmt erstmals an der Tour teil. 124970(Die Höhen-Profile der Tour-Etappen)

Neuer Weg nach Andorra

Am Freitag macht die Tour bereits zum vierten Mal im Zwergstaat Andorra Station. 1964, 1993 und bei Jan Ullrichs berühmter Fahrt ins Gelbe Trikot 1997 war die Skistation Arcalis Etappenort.

Bei der Routenwahl sorgt die Tour-Organisation jedoch für Abwechslung. In diesem Jahr wurde Andorra erstmals von Barcelona aus angefahren.

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