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Johann Bruynell (r.) war jeweils Sportlicher Leiter bei Armstrongs Tour-de-France-Siegen © getty

Die Anzeichen für einen neuen Armstrong-Bruyneel-Rennstall verdichten sich: Der Belgier geht - zermürbt vom "Wino"-Zoff.

Bourg-Saint-Maurice - Der Abschied von Teamchef Johan Bruyneel beim alles überragenden Astana-Renstall ist beschlossene Sache. (Razzia im Astana-LKW)

"Das Kapitel Astana ist nach der Saison beendet", sagte der Belgier dem TV-Sender Sporza und begründete seine Entscheidung mit dem Konflikt um Dopingsünder Alexander Winokurow, der mit Hilfe der kasachischen Geldgeber ins Team zurückwill.

Astana-Pressesprecher Philippe Maertens wollte den Abschied Bruyneels noch nicht bestätigen.

Auch "Oracle" im Boot?

Damit verdichten sich die Anzeichen, dass Bruyneel im kommenden Jahr gemeinsam mit dem siebenmaligen Toursieger Lance Armstrong ein neues Team starten werde.

Seit Wochen sind der Sportartikelhersteller Nike und Armstrongs Krebsstiftung Livestrong als mögliche Sponsoren im Gespräch. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" ist auch das Software-Unternehmen Oracle ein heißer Kandidat.

Bruyneel hatte nach dem Skandaljahr 2007, als Winokurow, Alexander Kaschetschkin und Matthias Kessler als Dopingsünder überführt worden waren, die Astana-Teamführung übernommen und die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückgeführt.

"Da war die Sache klar"

2008, als Astana für die Tour ausgeladen war, gewann er mit Alberto Contador den Giro d'Italia und die Vuelta. In diesem Jahr steht Contador dicht vor seinem zweiten Toursieg.

Den letzten Ausschlag zum Abschied von Bruyneel hat demnach die Pressekonferenz von Winokurow zwei Tage vor dem Tour-Start gegeben, als der Kasache eigenmächtig seine Rückkehr ins Team angekündigt hatte.

Wenn Bruyneel damit nicht einverstanden sei, dann müsse er gehen, hatte der frühere Tour-Dritte gesagt. "Wir wollten eine mögliche Rückkehr von Winokurow erst besprechen. Dann gab er eines Tages eine Pressekonferenz in Monaco. Danach erreichten mich ein paar Rektionen des kasachischen Verbandes. Da war die Sache klar", sagte Bruyneel.

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