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Danilo di Luca belegte beim Giro d'Italia 2009 den zweiten Platz © imago

Der italienische Giro-Zweite wird zweimal des Betrugs mit einem Blutdoping-Mittel überführt. Nur droht eine lebenslange Sperre.

Aigle - Radprofi Danilo Di Luca droht eine lebenslange Dopingsperre.

Der Italiener wurde beim Giro d'Italia zweimal des Dopings mit dem EPO-Präparat CERA überführt, teilte der Weltverband UCI mit.

Da der frühere Giro-Sieger bereits von November 2007 bis Januar 2008 wegen Verbindungen zum verurteilten Doping-Arzt Carlo Santuccione gesperrt war, müsste der LPR-Profi nach den Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) als Wiederholungstäter gelten.

Vorläufige Sperre

"Ich habe kein Cera genommen", sagte Di Luca am Mittwoch der italienischen Nachrichtenagentur "ANSA": "Insbesondere weil in letzter viele Sportler damit erwischt worden, wäre es wirklich dumm, wenn ich es genommen hätte."

Gleichzeitig kündigte der Italiener an, die B-Probe nicht im Anti-Doping-Labor in Paris analysieren zu lassen: "Man hat mir gesagt, dass es dort merkwürdige Methoden gäbe. Wenn die Analyse das Ergebnis der A-Probe bestätigt, ist das das Ende meiner Karriere."

Die UCI sperrte Di Luca bis zur Anhörung vor dem italienischen Radsport-Verband vorläufig. Der Fahrer hat zudem die Option, die Öffnung der B-Probe zu beantragen.

Laut UCI resultiert der positive Test aus einer gezielten Kontrolle, die sich aus der Analyse seines Blutpasses, früheren Tests und seinem Rennkalender ergeben habe.

CAS lehnt Einspruch ab

Di Luca hatte gegen seine frühere Drei-Monats-Sperre beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne eingelegt.

Der CAS lehnte den Einspruch jedoch ab.

Dagegen hatte Di Luca einen zweiten Doping-Prozess gewonnen.

Niedrige Testosteron-Werte

Mitte 2008 war er von der Disziplinarkammer des Olympischen Komitees Italiens (CONI) freigesprochen worden.

Damals ging es um ein Vergehen beim Giro 2007, als bei Di Luca unnatürlich niedrige Testosteron-Werte festgestellt worden waren.

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