Der Spanier Alberto Contador beherrscht die Tour de France 2009, doch für die Radsport-Fans bleibt ein fader Beigeschmack.

Alberto Contador ist der beste Fahrer der diesjährigen Tour de France gewesen. Keine Frage. Trotzdem ist noch lange nicht alles Gold was glänzt.

Eine Rundfahrt über drei lange Wochen mit 180 Fahrern geht bislang ohne einen einzigen Dopingfall zuende - das scheint mehr als zweifelhaft.

Die Nachkontrollen von 15 Fahrern der Tour 2008, wie es die Antidoping-Agentur AFLD am Sonntag bekanntgab, ist verständlich.

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Denn EPO, CERA und neuerdings das Wundermittel Geref - das Doping beherrscht seit Jahren auch insbesondere den Radsport.

Auch Toursieger Contador tauchte immer wieder im Zusammenhang mit dem Doping-Arzt Eufemiano Fuentes auf, auch wenn man dem Spanier zu Gute halten muss, dass er nie des Dopings überführt worden ist.

Tour-Direktor Christian Prudhomme wollte eine skandalfreie Rundfahrt, ohne Dopingvorfälle. Doch mit ihren laschen Kontrollen bei der 96. Auflage schneidet sich der Radsportverband UCI ins eigene Fleisch.

Einem Team, in dem mit Contador und Lance Armstrong nicht nur zwei Tourfavoriten, sondern auch zwei Profis fahren, die beim Thema Doping diskutabel sind, muss man auf die Finger schauen. Und nicht zulassen, dass es nach der siebten Etappe fast eine Stunde dauert, bis Dopingproben von den Astana-Fahrern genommen werden.

Die bislang "saubere" Tour 2009 darf nicht Anschein machen, dass der Radsport den Kampf gegen Doping gewonnen hätte. Davon ist man noch weit entfernt.

Wahrscheinlich wird man erst in Monaten sagen können, ob beim Toursieg alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Zumindest muss Contador nicht befürchten, nachträglich für 2008 belangt zu werden - da war er bei der Tour de France gar nicht eingeladen.

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