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Danilo Di Luca gewann 2005 die Gesamtwertung der UCI ProTour © getty

Danilo Di Luca droht nach Bestätigung der positiven B-Probe eine lebenslange Sperre. Er und sein Anwalt zweifeln an dem Ergebnis.

Rom - Die Dopingproben des Radprofis Danilo Di Luca waren auch in der B-Probe positiv. Das bestätigte der italienische Radsport-Verband.

In den Analysen vom Giro d'Italia war im Juli das EPO-Präparat CERA gefunden worden, die erneuten Untersuchungen in Wien bestätigten nun das Ergebnis.

Da der frühere Giro-Sieger bereits von November 2007 bis Januar 2008 wegen Verbindungen zum verurteilten Doping-Arzt Carlo Santuccione gesperrt war, droht Di Luca als Wiederholungstäter eine lebenslange Sperre.

Er bestreitet jegliches Doping.

Angeblich "merkwürdige Methoden" in Paris

Nach Angaben des Radsport-Weltverbandes UCI resultiert der positive Test aus einer gezielten Kontrolle, die sich aus der Analyse seines Blutpasses, früheren Tests und seinem Rennkalender ergeben habe.

Di Luca, von der UCI derzeit vorläufig gesperrt, hatte nach dem ersten Befund die Öffnung der B-Probe beantragt, allerdings darauf bestanden, dass dies nicht im Anti-Doping-Labor in Paris geschieht, da es dort "merkwürdige Methoden" gebe.

Auch der Anwalt hat Bedenken

Derartige Bedenken äußerte nun auch Di Lucas Anwalt Ernesto De Toni (Thevis: "Nachanalytik von immenser Bedeutung") .

"Wir haben Zweifel, auch an den Methoden, die zum Resultat geführt haben. Wir werden die Unterlagen anfordern und dann unsere Verteidigung organisieren", sagte De Toni.

LPR will Schadensersatz

Das italienische Team LPR hat Di Luca nach dessen erneutem positiven Dopingtest entlassen.

Der Rennstall will Schadenersatz von dem 33-Jährigen fordern, der für den entstandenden Image-Schaden verantwortlich sei.

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