vergrößernverkleinern
Paolo Bettini gewann 2004 das olympische Straßenrennen © getty

Weltmeister Paolo Bettini fühlt sich nach der Schumacher-Verpflichtung von seinen Team-Chef Patrick Lefevere betrogen.

Mit seinem zweiten Etappensieg bei der diesjährigen Vuelta hat Paolo Bettini seinen angestauten Ärger in positive Ergebnisse umgemünzt.

Der Italiener ist seit der Bekanntgabe von Stefan Schumacher als neuer Fahrer im Team Quick Step angefressen.

Schumacher unterschrieb bei Bettinis derzeitigem Team einen Vertrag über zwei Jahre, was Bettini umgehend veranlasste, seinen Rücktritt von Quick Step bekanntzugeben:

"Offensichtlich waren alle Gelder für ihn vorgesehen. Nichts für mich. Ich bin beleidigt. So eine Behandlung habe ich nicht verdient. In diesem Moment schließe ich aus, meine Karriere bei Quick Step fortzusetzen. Ich werde eine andere Mannschaft suchen", so der Italiener.

Kein Budget für den Weltmeister

Das Tischtuch zwischen Teamchef Patrick Lefevere und Bettini scheint zerschnitten. Bettini fühlt sich betrogen und sagte der "Gazzetta dello Sport": "Ich habe wegen einer Vertragsverlängerung mit Lefevere zum ersten Mal bei der Tour de Wallonie gesprochen.

Danach haben wir uns bei der Vuelta wiedergesehen und peinlich berührt hat er mir gestanden, dass er kein Budget hat und mir deswegen kein Angebot machen kann", erklärte der Olympiasieger von Athen.

Gutes Bewerbungsschreiben

Mit seinem bisherigen Auftreten bei der Vuelta hat Paolo Bettini in Sachen neuem Rennstall bereits Werbung in eigener Sache betrieben, obwohl ihm die Trennung von Quick Step nicht leicht fällt: "Ich bin nicht erfreut und hätte gern noch eine weitere Saison mit Patrick Lefevere und dem Team zusammengearbeitet."

Stefan Schumacher bekam indes von den ganzen Geschehnissen nach eigener Aussage nichts mit. "Ich schaue nur noch nach vorn. Ich freue mich, künftig diesem Weltklasseteam anzugehören", sagte der deutsche Profi zu seiner Verpflichtung.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel