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Armstrong hatte 2009 als Tour-Dritter 5,24 Rückstand auf Contador © getty

Blutforscher Mörkebjerg schlägt Alarm: Lance Armstrongs konstante Werte bei der Tour de France 2009 seien höchst verdächtig.

Kopenhagen - Der renommierte dänische Blutforscher Jakob Mörkebjerg hat die Blutwerte von Lance Armstrong bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt als "unnormal" bezeichnet und den siebenmaligen Tour-de-France-Sieger indirekt des Blutdopings verdächtigt.

Sowohl die Anzahl roter Blutkörperchen, als auch der Hämatokrit- und der Hämoglobinwert Arsmtrongs seien im Vergleich der ersten mit der letzten Etappe der "Grande Boucle" relativ konstant geblieben, erklärte Mörkebjerg - ein höchst verdächtiger Befund.

"Aus unserer Forschung wissen wir, dass diese Blutwerte unter großer Anstrengung - wie bei der Tour de France der Fall - markant fallen. Aber das ist bei Armstrong nicht so", sagte Mörkebjerg dem dänischen Radio "DR".

Auch Diarrhö eine Erklärung

Damit sei nicht erwiesen, dass sich der Texaner einer Blutdoping-Kur unterzogen habe, "aber das könnte eine Erklärung sein. Eine andere Ursache wäre Diarrhö oder Dehydrierung."

Das Bild, das die Werte des diesjährigen Tour-Dritten zeigten, "stehe dem entgegen, was wir normal sehen müssten", ergänzte der dänische Spezialist. (Armstrong flirtet mit Landis)

Armstrong veröffentlicht seine Werte auf der Internetseite seiner Krebs-Stiftung (Livestrong). Dort könnte man auch sehen, dass Armstrongs Blutwerte beim Giro d'Italia den von Mörkebjerg erwarteten Verlauf genommen haben.

Verdächtige Proben von 1999

"Aber bei der Tour de France sind sie nicht gefallen", betonte Mörkebjerg, der in Kopenhagen an der Universitätsklinik Bispebjerg Hospital forscht.

Armstrong sieht sich Zeit seiner Karriere Dopingverdächtigungen ausgesetzt, hat aber stets geleugnet, unerlaubte Mittel gebraucht zu haben.

2005 hatte die "L'Equipe" Armstrong in sechs Fällen Epo-Doping vorgeworfen und sich dabei auf die Auswertung tiefgefrorener Proben von 1999 berufen.

Armstrong hat "genug"

Bei der zurückliegenden Tour wurde er mehrfach ohne positiven Befund getestet.

Über die fortwährenden Mutmaßungen, wonach er sich doch verbotener Substanzen bediene, sagte er: "Das ist lächerlich. Genug ist genug. Wir sind als Team schon lange zusammen und hatten nie einen positiven Test."

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