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Auch Bert Grabsch bekommt bei der Vuelta seine Grenzen aufgezeigt © imago

Bei der 8. Vuelta-Etappe sind die Deutschen chancenlos. Evans übernimmt Gold, ein Italiener siegt in den Bergen erstmals.

Aitana - Die deutschen Festtage sind bei der Vuelta vorerst vorbei, stattdessen hat der frühere Tour-Zweite Cadel Evans das Goldtrikot an sich gerissen.

Der Australier löste durch einen vierten Platz auf der ersten Bergetappe der 64. Spanien-Rundfahrt den Schweizer Zeitfahr-Olympiasieger Fabian Cancellara an der Spitze der Gesamtwertung ab.

Den Sieg auf dem achten Teilstück über 206 km von Alzira zum 1510 Meter hohen Alto de Aitano hinauf sicherte sich der italienische Vize-Weltmeister Damiano Cunego vor dem Franzosen David Moncoutie und dem Niederländer Robert Gesink.

Für den deutschen Top-Sprinter Andre Greipel war das zweitägige Intermezzo im Goldtrikot bereits am Samstag erwartungsgemäß zu Ende gegangen.

Pleite beim Einzelzeitfahren

Beim Einzelzeitfahren hatte der Columbia-Profi, der bei der Vuelta seine Saisonsiege Nummer 16 und 17 eingefahren hatte, 2:37 Minuten auf Cancellara verloren.

Der Schweizer war dabei auch Greipels Teamkollege Bert Grabsch, immerhin amtierender Zeitfahr-Weltmeister, zu schnell.

Der Wittenburger fuhr 36 Sekunden zurück auf den dritten Platz. Cancellara musste das Goldtrikot am Sonntag abgeben.

Denn der Schweizer konnte auf dem 21,7 km langen und 5,7 Prozent durchschnittlich steilen Anstieg zum Alto de Aitana hinauf mit den Kletterspezialisten nicht mithalten.

Zwei Sekunden vor Dopingsünder Valverde

Evans, der 44 Sekunden hinter dem früheren Giro-Sieger Cunego das Ziel erreichte, liegt in der Gesamtwertung nun zwei Sekunden vor Dopingsünder Alejandro Valverde, der in seiner spanischen Heimat weiter startberechtigt ist.

Dritter ist Valverdes Landsmann Samuel Sanchez acht Sekunden zurück. Für den Tour-Zweiten Andy Schleck war die Rundfahrt schon am Nachmittag beendet.

Der Luxemburger stieg mit Magenkrämpfen bei Kilometer 88 vom Rad.

Schleck gibt auf

"Mir geht es schlecht. Ich konnte seit Samstag nichts mehr essen", begründete Schleck seinen Ausstieg.

Am Montag geht die Kletterpartie bei der Vuelta weiter, auch wenn auf dem neunten Teilstück über 186 km von Alcoy nach Xorret de Cati kein Berg der höchsten Kategorie im Programm ist.

Bei einem Berg der ersten, vier der zweiten und zwei der dritten Kategorie dürften die Sprinter aber kaum zu Zug kommen.

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