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Frank Vandenbroucke gewann 1999 den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich © imago

Definitiv: Der Berlgier stirbt an einer Lungenembolie. Eine Untersuchung soll klären, ob Drogenmissbrauch die Ursache ist.

München - Der frühere Radprofi Frank Vandenbroucke ist an einer beidseitigen Lungenembolie gestorben.

"Beide Seiten waren betroffen. Wir haben zudem festgestellt, dass er Herzprobleme hatte", sagte der Arzt Isidor Boye, der die Autopsie durchgeführt hatte.

Bereits am Freitag war bekanntgegeben worden, dass der 34-Jährige keines gewaltsamen Todes gestorben sei.

Boye sagte, er habe am Unterarm Vandenbrouckes Einstichstellen gefunden.

Allerdings könne nur eine toxikologische Untersuchung endgültig feststellen, ob der Tod mit Drogenmissbrauch in Verbindung stehe.

Spritze und Drogen im Zimmer

Der Leichnam soll in den nächsten Tagen vom Senegal nach Belgien überführt werden. Dort sind genauere Untersuchungen geplant.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP sind im Hotelzimmer des Belgiers eine Spritze, Alkohol und Drogen gefunden worden.

Dennoch sei es medizinisch nicht erwiesen, dass Vandenbroucke drogenabhängig gewesen sei.

Seit Jahren Depressionen

Vandenbroucke war am Montagnachmittag tot in einem kleinen Hotel im Küstenort Saly/Senegal aufgefunden worden.

Der 34-jährige litt seit Jahren unter Depressionen und hatte 2007 versucht, sich das Leben zu nehmen.

In seiner Karriere gewann Vandenbroucke zwischen 1994 und 1999 mehr als 50 Profirennen.

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