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Alberto Contador kam 2008 von Discovery zum Astana-Rennstall © getty

Weil dem kasachischen Rennstall das ProTour-Okay weiterhin fehlt, kann der Tour-de-France-Sieger seinen Vertrag wohl auflösen.

Paris - Für Tour-de-France-Sieger Alberto Contador scheint der Weg für einen Stallwechsel durch die anhaltenden Lizenzprobleme seines Astana-Teams frei.

Nachdem die kasachische Mannschaft am Donnerstagabend nicht auf der vom Weltverband UCI veröffentlichten Liste der für 2010 mit einer ProTour-Lizenz ausgestatteten Mannschaften stand, darf der Spanier den UCI-Regularien entsprechend trotz eines Vertrags bis 2010 das Team wechseln.

Contador hatte nach seinem zweiten Tour-Triumph mehrfach seinen Wunsch nach einem vorzeitigen Abschied von Astana geäußert.

Zuletzt war der 26-Jährige immer wieder vor allem mit dem Quick-Step-Team in Verbindung gebracht worden.133184(DIASHOW: Contadors Tour-de-France-Triumph)

"So bald wie möglich Näheres"

Nach der UCI-Entscheidung beauftragte Contador seine Anwälte mit der Überprüfung seiner Vertragslage.

"Bis wir die Expertenmeinung kennen, werde ich keine Entscheidung treffen. Aber ich hoffe, so bald wie möglich Näheres auch von den Experten der UCI zu hören, so dass ich eine Entscheidung treffen kann", sagte Contador.

Gründe offiziell nicht genannt

Gründe für die Lizenzverweigerung für Astana, das nun wie auch das Team Sky, Caisse d'Epargne, Saxo Bank und Euskaltel Euskadi bis zum 20. November Auflagen der UCI erfüllen muss, nannte der Weltverband nicht.

Allerdings plagten das Team des früheren Tour-Zweiten Andreas Klöden schon in der ausklingenden Saison zum Teil erhebliche Finanzsorgen.

Außerdem stellt die Wiedereinstellung von Dopingsünder Alexander Winokurow ein Hindernis für die Erteilung der Starterlaubnis bei den wichtigsten Rennen dar.

Keine Schadenersatzforderungen möglich

Von der momentan fehlenden Lizenz für Astana kann Contador profitieren.

Sollte ein Team bis zum 20. Oktober noch keine Lizenz erhalten haben, darf ein Fahrer laut UCI-Statuten seinen Vertrag mit der betroffenen Mannschaft vorzeitig auflösen und muss auch keine Schadensersatzforderungen fürchten.

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