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Mit Ausnahme der Dauer der beiden Weltkriege wird die Tour seit 1903 ausgetragen © imago

Nach der Einigung zwischen der UCI und den Veranstaltern soll es in Zukunft wieder einen einheitlichen Radsportkalender geben.

Varese - Der Radsport-Weltverband UCI und die Organisatoren der drei großen Rundfahrten (Tour, Giro und Vuelta) haben ihren jahrelangen Streit beigelegt.

Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten alle Parteien am Rande der Straßenrad-WM im italienischen Varese.

Demnach soll es zukünftig wieder zu einem einheitlichen Radsportkalender kommen.

Insbesondere die von der ASO ausgerichteten Rennen wie Tour de France, Paris-Roubaix oder auch Paris-Nizza hatten sich in diesem Jahr von der UCI losgesagt und waren unter der Leitung des französischen Verbandes gestartet worden.

Ein Grund für den Streit war, dass die Tour-Organisation den 20 ProTour-Teams nicht automatisch eine Wildcard ausstellen wollte.

Dem Konsens war ein Gipfeltreffen in Peking mit UCI-Präsident Pat McQuaid und ASO-Eigner Marie-Odile Amaury im Beisein von Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), vorausgegangen.

Neues Ranking ab 2011

Wie die genaue Lösung aussieht, ist noch nicht klar. In Peking war angedacht worden, den momentanen Rennkalender mit den ProTour-Rennen in Einklang mit den Radsport-Highlights zu bringen.

Die Ergebnisse all dieser Rennen sollen dann in ein neues Ranking einfließen, aus dem die besten 17 Mannschaften automatisch die Tour-Starterlaubnis erhalten. Diese Regelung soll ab 2011 gelten, da die Top-Teams bereits mit der ASO Verträge über die nächsten zwei Jahre abgeschlossen haben.

In diesem Jahr hatte die ASO die Zusammenarbeit mit der UCI eingestellt und die Tour de France sowie weitere Rennen unter dem Dach des französischen Radsport-Verbandes durchgeführt.

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